| 15.22 Uhr

Polizisten mit Flaschen beworfen
18 Monate auf Bewährung für G20-Randalierer

Mit Flaschen geworfen: 18 Monate auf Bewährung für G20-Randalierer
Ein Mann wirft eine Flasche bei den Krawallen zum G20-Gipfel. FOTO: dpa, ahe let
Hamburg. Zweimal soll er beim G20-Gipfel Flaschen auf Polizisten geworfen haben. Nun hat das Amtsgericht Hamburg einen 31-jährigen Spanier zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

"Ich bin davon überzeugt, dass es sich um keine Spontantat gehandelt hat", sagte die Richterin am Montag in ihrer Urteilsbegründung. Der spanische Verwaltungsangestellte sei Anfang Juli zur Demonstration "Welcome to Hell" nach Hamburg gereist und habe nach Ende der Kundgebung gezielt zweimal eine Flasche auf Beamte geworfen.

Mit seiner Tat habe er Angst und Schrecken verbreitet. "Das ist nach meiner Überzeugung Terror", sagte die Richterin. Zugunsten des Angeklagten wertete sie dessen volles Geständnis. Außerdem habe er Reue bekundet. 

Der angeklagte Spanier vor dem Verwaltungsgericht in Hamburg. FOTO: dpa, dbo gfh

Mit dem Urteil entsprach das Gericht weitgehend der Forderung der Staatsanwältin, die auch noch eine Geldbuße gefordert hatte. Der Verteidiger hatte sich für eine Haftstrafe von unter einem Jahr auf Bewährung ausgesprochen.

(veke/dpa)
 
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