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Der Rücktritt von Margot Käßmann vom Amt der Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche in Deutschland hat ein gewaltiges Echo. Bestürzung und Fassungslosigkeit mischen sich mit Mitleid. Ein Blick auf die Pressestimmen.
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Rheinische Post: "Mit Mut hat Margot Käßmann bewirkt, dass weniger ihr Vergehen, sondern ihr gestriger Abschied in Erinnerung bleiben wird. Also jener Tag, an dem sie die Würde ihrer Person und die Würde ihres Amtes zurückgewann in persönlichen Worten, wie es ihrer Art entspricht."
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Süddeutsche Zeitung: "Ämter sind nicht alles im Leben; sie zur rechten Zeit aufzugeben, ist eine Kunst, die viele Politiker und Prominente nicht beherrschen."
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Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Wer, wenn nicht Margot Käßmann, die Artistin der Fehlbarkeit, hätte einen solchen Fehltritt in die eigene Biographie integrieren können?"
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Die Zeit: "War nicht durch ihren "schweren Fehler" aller Kredit verspielt, ihre Autorität als Bischöfin und ihre Freiheit, unbefangen ihre Stimme in Fragen der Ethik und Moral zu erheben? Nein, denn nicht Moral war Käßmanns Kerngeschäft, sondern Glaubwürdigkeit."
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Neue Presse (Hannover): "Margot Käßmann hatte keine andere Wahl. (...) Denn auch wenn viele schwiegen oder von Verständnis und menschlicher Schwäche schwadronierten, es wurden doch Kübel von Spott und Häme über der Bischöfin vergossen. Von 'Lalleluja' war da die Rede und von der kleinen Sünderin.
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Bild: "Sie hat nicht vertuscht und rumgeeiert, sondern klar und schnell ihre Schuld bekannt. Das macht sie zum Vorbild. "
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Westdeutsche Zeitung: "Für die evangelische Kirche ist der Rücktritt mehr als ein herber Verlust: Margot Käßmann hatte in den wenigen Monaten als EKD-Ratsvorsitzende das Gesicht ihrer Kirche geprägt, sie wird schwer zu ersetzen sein."
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Die Welt: "Bischöfin Margot Käßmann hat in ihrer kurzen Amtszeit die evangelische Kirche in Deutschland beflügelt."
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Neue Osnabrücker Zeitung: "Es ist gut, dass Käßmann durch eine schnelle Reaktion das hämische Gelächter an den Stammtischen zum Verstummen bringt. Die Gerüchte um ihre nächtliche Alkoholfahrt hätte sie weder durch Bekenntnisse der Reue noch durch eine Medienoffensive ersticken können."
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Berliner Morgenpost: "Wenn in Deutschland alle zurücktreten müssten, die täglich höchste moralische Latten auflegen, dann blieben nicht nur Parlamente und Funktionärssessel oftmals leer, sondern auch die Kommentarspalten der Zeitungen - selbst diese hier."
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tageszeitung: "(...) offenkundig überwog bei Käßmann der Drang zur Selbstbestrafung die Frage, ob der Druck von außen auszuhalten gewesen wäre. Schade."