Sachsen: Mittelschüler wegen Amok-Drohung verurteilt
zuletzt aktualisiert: 22.03.2009 - 22:11
Hoyerswerda (RPO). Gut eine Woche dem Amoklauf in Winnenden ist ein 16-jähriger Schüler aus dem sächsischen Hoyerswerda wegen wüsten Drohungen im Unterricht zu einer Woche Dauerarrest verurteilt worden. Wie die Polizei erst am Sonntag mitteilte, fiel der Junge am vergangenen Donnerstag in der ersten Unterrichtsstunde der Mittelschule "Am Stadtrand" durch Disziplinlosigkeiten auf. Dabei habe er seine Absicht geäußert, sich eine "Beretta 9" zu besorgen und alle Lehrer zu "schlachten", hieß es weiter. Namentlich habe er auch einige Mitschüler in die Drohung mit einbezogen. Das Amtsgericht Hoyerswerda traf sein Urteil noch am Donnerstag in einem vereinfachten Jugendverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Justizminister Geert Mackenroth (CDU) sprach anschließend von einem "klaren und unmissverständlichen Signal an alle Trittbrettfahrer". Die Drohung mit einem Amoklauf sei kein Schülerstreich.
Quelle: DDP
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