| 09.59 Uhr

Mutmaßlicher Mörder von Mohamed und Elias
"Keine Tränen, er wirkte wie immer"

Fotos: Polizei sucht Leiche von Elias
Fotos: Polizei sucht Leiche von Elias FOTO: dpa, jhe
Berlin. Der Vater des mutmaßlichen Kindermörders aus Brandenburg berichtet darüber, wie er seinen Sohn mit den Verbrechen konfrontiert hat. Der Sohn habe keine Regung gezeigt. Der Vater beschreibt ihn als Einzelgänger.

Der "Bild am Sonntag" sagte der 72-Jährige: "Als ich das Fahndungsbild gesehen habe, habe ich ihn direkt erkannt. Das ist er, hab ich gedacht." Als er seinen Sohn zur Rede gestellt habe, habe der 32-Jährige die Tötung von Mohamed zugegeben. "Er war ganz ruhig, keine Tränen, wirkte wie immer. Ich habe zu meiner Frau gesagt: "Los, ruf die Polizei an." Er hat uns auch nicht davon abgehalten. Meine Frau hat zum Hörer gegriffen."

Der Vater berichtet auch über die Jugend des mutmaßlichen Mörders in Niedergörsdorf-Kaltenborn im Süden Brandenburgs. "Meine Tochter ist schon früh ausgezogen, aber er eben nicht - er war ein Einzelgänger." Im Dachgeschoss habe sein Sohn zwei Zimmer. Als Wachmann habe er immer die ganze Nacht gearbeitet, "dann haben wir gefrühstückt, dann hat er sich hingelegt und nach dem Abendessen ist er wieder los zur Arbeit gefahren. Wir wussten nur, dass er da ist, wenn sein Transporter vor der Tür stand. Alles war gut."

Der 32-jährige Wachmann hat die Morde an dem sechsjährigen Elias aus Potsdam und dem vierjährigen Flüchtlingskind Mohamed gestanden und sitze jetzt in Untersuchungshaft. Deutlich bessere Fahndungsfotos brachten nach wochenlangen Ermittlungen schließlich den Durchbruch für die Polizei.

(dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mord an Mohamed und Elias: "Keine Tränen, er wirkte wie immer"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.