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Frankreich
Morddrohungen gegen Satirezeitung "Charlie Hebdo"

Morddrohungen gegen "Charlie Hebdo": Ermittlungen eingeleitet
Erneut werden die Macher von "Charlie Hebdo" bedroht FOTO: dpa
Paris . Die vor anderthalb Jahren bei einem islamistischen Anschlag attackierte französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" ist erneut Ziel von Morddrohungen geworden. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete deswegen erste Ermittlungen ein, wie aus Justizkreisen verlautete.

Nach Ermittlerangaben wurden im Juni rund 20 bedrohliche Botschaften auf der Facebook-Seite von "Charlie Hebdo" veröffentlicht. Am 22. Juni ging zudem ein Brief mit Morddrohungen und dem Ausspruch "Allahu akbar" (Gott ist groß) in der Redaktion ein, die daraufhin Anzeige erstattete. "Bislang ist in dieser Angelegenheit noch niemand festgenommen worden, die Ermittlungen laufen noch", sagte ein Ermittler.

Zwei schwerbewaffnete Islamisten hatten am 7. Januar 2015 die Redaktionsräume der für ihre Mohammed-Karikaturen bekannten Satirezeitung in Paris gestürmt und das Feuer eröffnet. Bei dem Anschlag wurden zwölf Menschen getötet, unter ihnen einige der bekanntesten Karikaturisten von "Charlie Hebdo". Der Anschlag sorgte international für Entsetzen. Die Redaktion hat inzwischen ein neues, stark gesichertes Büro bezogen und steht unter Polizeischutz.

(crwo/AFP)
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