Bayern: Mordfall nach 27 Jahren offenbar aufgeklärt
zuletzt aktualisiert: 29.05.2008 - 22:06Augsburg (RPO). Einer der spektakulärsten Mordfälle Bayerns steht anscheinend kurz vor der Aufklärung: Fast 27 Jahre nach Entführung und Ermordung eines Mädchens wurde jetzt ein Tatverdächtiger festgenommen.
Wie die "Augsburger Allgemeine" schreibt, verhaftete die Polizei einen rund 50-jährigen Mann unter dringendem Tatverdacht. Der früher in einem Nachbarort der Familie lebende Mann wurde demnach am Mittwoch nahe der dänischen Grenze festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.
1981 wurde die damals zehnjährige Ursula Herrmann aus Eching am Ammersee entführt und später tot in einer Holzkiste gefunden. Sie erstickte qualvoll. Der Mordfall ist eines der spektakulärsten Verbrechen in der oberbayerischen Kriminalgeschichte. Einen Tag nach der Entführung forderten die Kidnapper die Eltern des Opfers auf, zwei Millionen Mark Lösegeld zu zahlen. Zu einer Übergabe des Geldes kam es aber nicht. Das Mädchen erstickte in der vergrabenen Kiste, weil ein von den Tätern angebrachtes Lüftungsrohr nicht für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sorgte. Die Polizei fand die Leiche des Mädchens erst am 4. Oktober 1981
Die Festnahme ist laut "Augsburger Allgemeine" offenbar den Fortschritten in der Kriminaltechnik zu verdanken. Details wollten die Augsburger Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt am (morgigen) Freitag bekanntgeben. Der Festgenommene habe bereits nach der Tat wegen Schulden zum Kreis der Verdächtigen gehört. Der Mann befinde sich in Untersuchungshaft.
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