Hass als Motiv vermutet: Münchner Opfer kann nicht verzeihen
zuletzt aktualisiert: 31.12.2007 - 07:06München (RPO). Der 76-jährige Rentner, der in der Münchner U-Bahn von einem Griechen und einem Türken zusammengeschlagen wurde, kann seinen Peinigern nicht verzeihen. Er vermutet, dass die beiden aus purem Hass gehandelt hätten.
Die beiden Männer verletzten den Rentner am 20. Dezember durch Tritte und Schläge schwer. "Bei den beiden kann ich nicht verzeihen", sagte der 76-Jährige Mann nach Angaben der "tz München", die am Sonntag ein Interview mit ihm veröffentlichte.
"Relativ gut" gehe es ihm zehn Tage nach der Tat, sagte das Opfer. "Ich habe noch Schwierigkeiten, wenn ich mich im Bett umdrehe oder aufstehe." Die Untersuchung habe einen dreifachen Schädel- und einen Jochbeinbruch ergeben. "Zwei Zähne wurden in Mitleidenschaft gezogen und ich hatte Prellungen an Brust und Rücken."
Einer von beiden habe sich im U-Bahn-Wagen eine Zigarette angezündet und ihn "provozierend und hasserfüllt angesehen und mich mit dem Zigarettenrauch angeblasen". Da habe er gesagt: "In der U-Bahn wird nicht geraucht." Beide hätten dann "losgeschimpft: Deutsches Arschloch, Sau, Schwein und andere Tiere. Dann hat mich einer angespuckt." Daraufhin habe er sich woanders hingesetzt, und erst im U-Bahnhof habe er "trippelnde Schritte" hinter sich gehört. Auf die Frage: "Was soll mit Ihren Peinigern geschehen?", sagte er: "Ich bin kein Richter." Zum Motiv sagte er: "Das waren nicht der Alkohol, die Zigaretten und die Drogen. Das war Hass auf mich, auf München und das Leben."
Der 20-jährige Türke und der 17 Jahre alte Grieche haben inzwischen ein Geständnis abgelegt und eine Debatte über den Umgang mit jugendlichen ausländischen Gewalttätern ausgelöst.
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