Islamistische Sauerland-Gruppe: Mutmaßliche Terroristen erwägen Geständnis
zuletzt aktualisiert: 13.05.2009 - 15:04Düsseldorf (RPO). Einer der Angeklagten aus der islamistischen "Sauerland-Gruppe" ist am Mittwoch von Justizbeamten dabei erwischt worden, wie er einen Zettel an einen anderen Angeklagten weitergeben wollte. Nach dem Inhalt überlegen die vier mutmaßlichen Terroristenoffenbar gemeinsam ein mögliches Geständnis im Prozess am Düsseldorfer Oberlandesgericht.
Die mit arabischen Worten durchsetzte Botschaft wurde beschlagnahmt und später vom Vorsitzenden Richter Ottmar Breidling verlesen. Auf dem Zettel stand demnach: "Wann ist es sinnvoll, dass alle schweigen oder aussagen?"
Den Mitgliedern der "Sauerland-Gruppe" wird vorgeworfen, im Jahr 2007 Autobombenanschläge auf US-Einrichtungen in mehreren deutschen Großstädten geplant zu haben. Die Männer hatten sich zwölf Fässer mit der Chemikalie Wasserstoffperoxid beschafft und in einer Ferienwohnung im sauerländischen Medebach-Oberschledorn damit begonnen, daraus Sprengstoff herzustellen. Am 4. September 2007 wurden sie in der Ferienwohnung festgenommen.
Bislang haben alle vier Angeklagten in dem Prozess, der am 22. April begonnen hatte und auf zwei Jahre angelegt ist, die Aussage verweigert.
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