Prozess im Doppelmord von Bodenfelde: Mutmaßlicher Mörder entschuldigt sich
zuletzt aktualisiert: 21.06.2011 - 15:24Göttingen (RPO). Für seine Taten hat sich der mutmaßliche Mörder zweier Jugendlicher im niedersächsischen Bodenfelde bei den Familien der Getöteten entschuldigt. "Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat", sagte der 26-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht Göttingen in seinem Schlusswort.
Sein Verteidiger hatte sich zuvor in seinem Plädoyer weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft angeschlossen, allerdings gefordert, auf eine Sicherungsverwahrung zu verzichten. Schon die Unterbringung in der Psychiatrie gewährleiste, dass Jan O. nicht freikomme, solange er noch gefährlich sei.
Die Staatsanwaltschaft sowie die Anwälte der Eltern der Getöteten hatten am Montag wegen einer schweren Persönlichkeitsstörung und "erheblicher Rückfallgefahr" 15 Jahre Haft, die Unterbringung in der Psychiatrie und Sicherungsverwahrung gefordert.
Der 26-jährige Jan O. hatte gestanden, im November 2010 die 14-jährige Nina und den 13 Jahre alten Tobias getötet zu haben. Nach Ansicht des Staatsanwaltes handelte er aus sexuellen und kannibalischen Motiven.
Ein Urteil soll am nächsten Montag (27. Juni) gesprochen werden.
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