Im Machtrausch bereits vier Menschen kaltblütig getötet: Mutmaßlicher Serientäter wollte noch sechs Menschen umbringen
zuletzt aktualisiert: 23.02.2004 - 15:58Mühlhausen (rpo). Nachdem er in einem Machtrausch bereits vier Menschen kaltblütig ermordet hatte, plante der 25-jährige alkoholabhängige Mirko H. offenbar noch den Tod von weiteren sechs Personen.
Sie seien alle Bekannte aus dem Umfeld des Mannes aus aus Eisenberg gewesen und hätten ihm in irgendeiner Weise "etwas angetan", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Mühlhausen, Dirk Germerodt, am Montag auf Anfrage.
Mirko H. habe konkrete Vorstellungen zu den geplanten Taten gehabt. Bei seinem umfassenden Geständnis vor der Polizei in Nordhausen in der Nacht zum vergangenen Freitag hatte der Sozialhilfeempfänger bereits zugegeben, dass er weitere Menschen töten wollte.
Germerodt sagte, der 25-Jährige habe es genossen, beim Töten Macht über die Opfer auszuüben, sei aber über seine Festnahme froh gewesen, "damit die Mordserie ein Ende hat." Als Tatmotiv hatte Mirko H. Rache angegeben. Seine Bekannten hätten sich über ihn lustig gemacht, ihm Hilfe verweigert und ihm etwas angetan.
Seinen 38-jährigen früheren Betreuer, den er vergangenen Donnerstag in Schkölen (Saale-Holzland-Kreis) in die Brust gestochen hatte, hielt Mirko H. allerdings "für einen Guten", wie er laut Germerodt sagte. Er habe aber vor der Tat nach eigener Aussage überlegt, "wem er heute noch wehtun könnte" und bereits die Tatwaffe mitgebracht.
Die Staatsanwaltschaft will ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag geben, weil der Verdacht einer schweren Persönlichkeitsstörung besteht. Mirko H. sitzt in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Goldlauter.
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