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Schnee Glatteis Stau Panorama, ddp 2009-1221
  Foto: ddp, ddp

Winterwetter in Deutschland: Nach dem Schnee kommt das Eis

zuletzt aktualisiert: 21.12.2009 - 20:41

Düsseldorf (RP/RPO). Schnee und Eis haben am Montag in Deutschland und NRW für starke Verkehrsbehinderungen gesorgt. Erst im Laufe des Nachmittags normalisierte sich die Situation. Auf den Autobahnen ging es vorwärts, die meisten Fluzeuge konnten starten. Doch jetzt droht neue Gefahr: In der Nacht kann es auf den Straßen spiegelglatt werden.

Seit 18 Uhr am Montagabend kann der Düsseldorfer Flughafen wieder beide Landebahnen uneingeschränkt nutzen. Nach Angaben einer Sprecherin fielen tagsüber 25 Flüge aus. Ein Teil der Ausfälle habe seine Ursachen aber nicht in der Landeshauptstadt, so die Specherin. Deutlich schwieriger war die Lage in Frankfurt. Hier fielen im Laufe des Tages rund 100 Flüge aus. Zudem gab es zahlreiche Verstätungen. Die Lufthansa versuchte, die Passagiere vieler nationaler Flüge auf Züge umzubuchen.

Probleme auch bei der Bahn: Die Schneemassen hatten immer wieder Weichen blockiert. In NRW kam es zu zahlreichen Verspätungen. Häufig fielen Züge auch ganz aus. Am Nachmittag beruhigte sich die Lage an den Bahnhöfen.

Auch auf den Straßen in NRW normalisierte sich die Situation im Laufe des Tages. Die Teilsperrungen der A3 und A57 konnten aufgehoben werden. Der Verkehr fließt den Umständen entsprechend langsam aber flüssig. Gegen 20.30 Uhr gab es in NRW insgesamt 13 Kilometer Stau. Ursache waren meist die üblichen Baustellen.

Neue Gefahr für die Autofahrer

Doch bereits in der Nacht droht neue Gefahr für Autofahrer. Denn auf den Schnee folgen nun Glatteis und rutschiger Matsch. Der Ausläufer des atlantischen Tiefs "Vincent", das von Südwesten über Nordrhein-Westfalen einzieht, kann zwar die bodennahe kalte Luft nur schwer verdrängen. Aber zumindest tagsüber sorgt der Tiefausläufer für Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt und für Regen statt Schnee.

Dort, wo er auf die kalten, zum Teil immer noch gefrorenen Böden fällt, gefriert er zu einer Eisschicht, auf der auch Winterreifen keinen Halt mehr finden. Zudem kann nachts das Thermometer immer noch auf Werte unter Null Grad fallen. Die Schneedecke selbst wird nach Aussagen des Wetterdienstes Meteomedia durch den Regen zuerst von oben abtauen und sich bis Heiligabend in Schneematsch verwandelt haben.

Der abtauende Schnee kann zudem zu einem erhöhten Aquaplaning-Risiko führen: Durch das Schmelzwasser auf den Straßen können Autos aufschwimmen und die Fahrzeuge dadurch nur schwer kontrollierbar sein. Bei nasser oder rutschiger Straße sollte darum besser sofort das Tempo gedrosselt werden, rät beispielsweise der Automobilclub ACE.

Wohl keine weiße Weihnacht

Eine weiße Weihnacht wird es indes auch in diesem Jahr nicht geben. Höchstens noch im Bergischen Land, wo der Schnee sich vielleicht etwas länger hält. "Aber es kann immer Überraschungen geben", sagt der Meteomedia-Meteorologe Jürgen Weiß. An den Weihnachtsfeiertagen selbst rechnet der Wetterdienst Meteomedia indes nicht mehr mit einer großen Veränderung der Wetterlage.

Der Deutsche Wetterdienst geht in seiner Prognose davon aus, dass Regen und Schneeregen voraussichtlich weiterhin das Bild bestimmen werden. Aufgrund der eher milden Temperaturen über Null Grad aber wird sich die Lage aber etwas entspannen. Bis Silvester wird das Wetter indes wahrscheinlich weiterhin unbeständig bleiben und es immer wieder Mal regnen. Die Temperaturen werden sich gegenüber den Weihnachtstagen kaum ändern.

Probleme auch im Ausland

Die Londoner Flughäfen Gatwick und Luton sind am Montag wegen Vereisung der Start- und Landebahnen vorübergehend geschlossen worden. Die Flughafenverwaltung in Gatwick teilte mit, der Betrieb solle so rasch wie möglich wieder aufgenommen werden. Ankommende Maschinen wurden zu anderen Flughäfen in England umgeleitet. Der Flughafen Luton sollte am Montagabend wieder den Betrieb aufnehmen.

In Italien drohte der Bahnverkehr zum Erliegen zu kommen. Bis zu 40 Zugverbindungen wurden gestrichen, Züge in den Süden des Landes hatten teilweise fünf Stunden Verspätung. In mehreren Städten Venetiens blieben die Schulen geschlossen, unter anderem in Treviso.

Quelle: RP/RPO

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