| 17.47 Uhr

Nach Familientragödie mit drei Toten
Tatverdächtiger erhängt sich in U-Haft

Ravensburg. Knapp sieben Wochen nach einer Familientragödie mit drei Toten in Ravensburg hat sich der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft das Leben genommen.

Der 53-Jährige wurde von Mitgefangenen seiner Zelle erhängt auf der Toilette der Justizvollzugsanstalt Hinzistobel in Ravensburg gefunden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht. Die Ermittler gehen nach der Obduktion der Leiche von einem Suizid aus. Es wurden den Angaben zufolge mehrere Abschiedsbriefe gefunden.

Der 53-Jährige hatte Anfang Juli in Ravensburg seine thailändische Ehefrau und die beiden 14 und 18 Jahre alten Stieftöchter mit einem Beil und einem Messer getötet. Nur die fünf Jahre alte gemeinsame Tochter des Paares überlebte die Tat. Der Mann saß seither in Untersuchungshaft. Er hatte die Bluttat den Angaben zufolge bewusst geplant - womöglich, weil er die Trennung von seiner Frau befürchtete.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

(crwo/dpa)
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