Gewittertief "Felix" bringt Temperatursturz: Nach Rekord-Hitze drohen Unwetter
zuletzt aktualisiert: 26.05.2009 - 07:06Frankfurt/Main (RPO). Nach dem Bilderbuch-Wetter mit rekordverdächtigen Temperaturen droht am heute Ungemach: Der Deutsche Wetterdienst sagte für einen Streifen von Bayern bis zur Ostsee angesichts eines "markanten Luftmassenwechsels" Gewitter und mitunter auch Unwetter voraus.
Zunächst strahlt aber erst einmal bundesweit wieder die Sonne, und Hoch "Yvonne" bringt erneut hochsommerliche Werte jenseits der 30-Grad-Marke. Bis Mittwoch soll es dann einen regelrechten Temperatursturz geben.
Gewittertief "Felix" schiebt am Dienstag zunächst erste Wolken in den Westen Deutschlands, die im Laufe des Tags weiterziehen und sich im Süden und Osten ausbreiten und an Intensität zulegen. Die Wahrscheinlichkeit für unwetterartige Gewitter steigt laut DWD erheblich, "und zwar nicht nur lokal begrenzt, sondern überregional". Starkregen, Hagel sowie Sturm- und Orkanböen seien möglich. Allerdings könnte es auch sein, dass die Gewitterfront erst im Laufe der Abendstunden durchzieht.
Fast tropische Nachttemperaturen hatte "Yvonne" in der Nacht zum Montag dem Südwesten Deutschlands, Liechtenstein und der Schweiz beschert. Im Lauf des Tages sollten die Spitzenwerte des Sonntags vielerorts noch einmal übertroffen werden. In drei Orten in Baden-Württemberg war es am Sonntag mit Werten von 33,0 bis 33,3 Grad so heiß wie noch nie zuvor dort in einem Mai, wie Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst am Montag in Offenbach sagte.
Wärmerekorde eingestellt
In der Nacht zum Montag lag zwar nirgendwo die Tiefstemperatur über 20 Grad - dann sprechen die Meteorologen von einer Tropennacht. In Bad Bergzabern in der Südpfalz war man mit einem Minimum von 19,5 Grad aber schon nahe dran. In der Schweiz wurden auf der Lägern 19,9 Grad gemessen, wie der Wetterdienst MeteoSchweiz mitteilte. Auf dem Hörnli im Zürcher Oberland waren es 19,8 Grad und im liechtensteinischen Vaduz 19,3 Grad. In Chur wurde am frühen Montagnachmittag mit 34,1 Grad ein Mai-Wärmerekordwert registriert.
Am Sonntag waren im Südwesten Deutschlands auch die bisherigen Tageshöchstwerte für Mai geknackt worden, wie Meteorologe Hoffmann weiter erklärte. In Rheinfelden wurden 33,3 Grad gemessen. Bisheriger Höchstwert für Mai waren 32,5 Grad gewesen, gemessen am 29. Mai 2005. In Emmendingen-Mundingen wurden 33,1 Grad und in Freiburg 33,0 Grad registriert. Die bisherigen Mai-Spitzenreiter waren 32,9 beziehungsweise 32,7 Grad am 28. Mai 2005 gewesen.
Bis zum Wochenende eher unbeständig und kühl
Am heutigen Montag könnten erneut neue Mai-Maxima gemessen werden, sagte Hoffmann. Wegen der Sommerzeit würden die Werte aber erst am frühen Abend vorliegen.
Für das Pfingstwochenende wollte sich Hoffmann noch nicht festlegen. Relativ sicher ist demnach, dass sich über Skandinavien ein Hochdruckgebiet bildet und über Osteuropa ein Tief. Fraglich ist laut Hoffmann aber noch, welches der beiden Drucksysteme Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen wird. Bis dahin dürfte es aber vielerorts zunächst kühl und unbeständig sein.
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