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Nach Schießerei in Franken
Polizisten wegen Kontakts zu "Reichsbürger" suspendiert

Nach Schießerei in Franken: Polizisten wegen Kontakts zu "Reichsbürger" suspendiert
Während einer Razzia hatte ein Mitglied der "Reichsbürger" einen Beamten tödlich verletzt. FOTO: dpa, nar fgj
Nürnberg. Ein Monat nach den tödlichen Schüssen eines Anhängers der rechtsextremen "Reichsbürger" hat die Polizei in Franken zwei Polizisten vom Dienst suspendiert. Sie sollen zuvor im Kontakt zu dem Tatverdächtigen gestanden haben.

Der sogenannte Reichsbürger von Georgensgmünd hat vor den tödlichen Schüssen auf ein Sondereinsatzkommando der Polizei per Handy-Chat Kontakt zu zwei Polizisten gepflegt. Die beiden Beamten aus Mittelfranken - ein 49 Jahre alter Oberkommissar und ein 50 Jahre alter Hauptkommissar - wurden mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Ihre Wohnungen und Diensträume wurden am Mittwoch durchsucht und Computer und Handys sichergestellt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Nach derzeitigen Erkenntnissen gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass der "Reichsbürger" vor dem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos gewarnt worden ist, sagte Oberstaatsanwalt Alfred Huber. Der 49-jährige Beamte soll im August allerdings nachgesehen haben, ob der "Reichsbürger" im Computersystem der Polizei erfasst ist. Das Ergebnis habe ihm später mitgeteilt. Gegen den Beamten wird nun wegen des Verdachts des Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt. Der 50-jährige Beamte gilt derzeit nur als Zeuge.

Der 49 Jahre alte selbsternannte "Reichsbürger" hat den Ermittlungen zufolge Mitte Oktober in Georgensgmünd bei Nürnberg auf Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos geschossen und dabei einen 32-jährigen Beamten tödlich verletzt. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht an. Sie behaupten, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

 

(mro/AFP)
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