| 17.21 Uhr

Drei Tote auf A3 in Bayern
Feuerwehr schlägt Unfall-Gaffer mit Wasser in die Flucht

Nach tödlichem Unfall auf A3: Feuerwehr bespritzt Gaffer mit Wasser
Feuerwehrleute stehen nach einem Unfall auf der A3 bei Weibersbrunn (Bayern). FOTO: dpa, kde
Weibersbrunn. Nach einem Unfall auf der A3, bei dem am Donnerstag drei Menschen gestorben sind, bespritzte die Feuerwehr Gaffer mit Wasser. Damit wollte sie diese auf ihr "Fehlverhalten aufmerksam machen" und zur Weiterfahrt animieren.

Am frühen Donnerstagmorgen war ein mit Kies beladener Transporter in einer Baustelle bei Weibersbrunn nahe Aschaffenburg (Unterfranken) aus zunächst ungeklärter Ursache ins Schleudern geraten und hatte sich quer zur Fahrbahn gestellt. Ein nachfolgender Laster krachte beim Versuch auszuweichen durch die Mittelleitplanke und stieß auf der Gegenfahrbahn mit einem Kleintransporter zusammen. Ein dritter Lastwagen fuhr auf der Fahrbahn Richtung Aschaffenburg in den Kiestransporter auf.

Der Fahrer des Kiestransporters und zwei Insassen des ausweichenden Lasters wurden bei dem Unfall tödlich verletzt.

Wie der Bayrische Rundfunk berichtet, konnten einige Lkw, die seit dem Morgen warten mussten, im Schritttempo an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Dabei sollen einige Lkw-Fahrer den Abtransport der getöteten Unfallopfer gefilmt haben. Deshalb spritzten Feuerwehrleute mit einem Schlauch Wasser auf Lastwagen, die sehr langsam an der Unfallstelle vorbeifuhren oder gar stehenblieben.

Dies sei geschehen, "um die Fahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen", sagte ein Polizeisprecher und bestätigte damit Medienberichte. In einem Fall habe ein Lkw-Fahrer sogar quer im Führerhaus gelegen, um bessere Aufnahmen machen zu können. Von mehr als zehn Lastwagenfahrern seien die Personalien aufgenommen worden. Sie sollten ein Bußgeld zahlen.

(ate/dpa)
 
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