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Teurer Urlaub auf dem Bauernhof
Ein Junge bekämpft "Klingonen" - und tötet 30 Kühe

Nach Urlaub auf Bauernhof: Weil ein Junge "Klingonen" bekämpft, sterben 30 Kühe
Etwa solche Siloballen zerstach der Junge. FOTO: dpa, kjh tba nur sja
Augsburg. Es war wohl ein ganz normaler Urlaub auf dem Bauernhof, die Eltern entspannen, der Junge spielt auf der Wiese. Doch Wochen später sterben 30 Kühe - und der Junge ist Schuld daran.

Als das Kind spielt, sieht es in Folie gehüllte Siloballen. In seiner Fantasie stellen sie "Klingonen" aus der Science-Fiction-Welt "Star Trek" dar, die der Junge bekämpfen muss. Er sticht mit einem Stab aus einem Weidezaun auf sie ein - und das hat Folgen.

Nach der Aktion des Kindes erhält ein Landwirt nun 50.000 Euro Schadenersatz, weil 30 seiner Kühe an verdorbenem Futter verendeten. Darauf einigten sich die Familie des Jungen und der Bauer am Donnerstag vor dem in Augsburg ansässigen Zivilsenat des Oberlandesgerichts München.

Durch die Stab-Hiebe des Jungen war an die Maissilage im Inneren der Ballen Luft gelangt, was das Futter verderben ließ. Die Folge: Zahlreiche Kühe wurden krank, 30 Tiere verendeten. Vater und Sohn hatten 2013 auf dem Hof des Bauern Urlaub gemacht. Ursprünglich hatte der Landwirt 170.000 Euro Schadenersatz gefordert. Die Haftpflichtversicherung der Familie erklärte sich bereit, für den Schaden aufzukommen.

(mre/dpa)
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