kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Mitte 2010: "Nacktscanner" sollen kommen

VON G. MAYNTZ UND G. VOOGT - zuletzt aktualisiert: 30.12.2009 - 07:16

Berlin/Düsseldorf (RP). Eine neue Generation von Durchleuchtungsgeräten soll verborgene Waffen und Sprengstoffe aufspüren, ohne die Intimsphäre von Flugpassagieren zu verletzen. Union, FDP und SPD sind dafür, Grüne und Linke bleiben skeptisch.

Etwa Mitte nächsten Jahres sollen neuartige Körper-Scanner in der Lage sein, bei der Kontrolle von Fluggästen versteckte Waffen und Plastiksprengstoffe zu entdecken, ohne dass das Sicherheitspersonal den Körper abtasten muss oder die Intimsphäre der Menschen verletzt wird.

Diese Erwartung bestätigte das Bundesinnenministerium, nachdem unsere Zeitung über entsprechende Probeläufe und einen dadurch ausgelösten Meinungswandel bei Union und FDP berichtet hatte. Auch die SPD schloss sich nun an und forderte, die moderne Technik, die gefährliche Gegenstände, nicht aber den Körper von Flugpassagieren abbilde, "sehr schnell zur Serienreife" zu bringen.

Allerdings blieben Grüne, Linke und Datenschützer bei ihrer skeptischen Haltung. Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck wies darauf hin, dass der neue Scanner entweder die Körperöffnungen kaschiere und dann auch keine dort versteckten Sprengstoffe entdecke, oder aber auch in den Intimbereichen nach gefährlichen Stoffen fahnde, dann aber auch gegen die Menschenwürde verstoße. Körper-Scanner und der Respekt vor der Intimsphäre blieben daher ein "unauflöslicher Widerspruch".

Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar sagte, ihm sei noch kein Scanner bekannt, der die Persönlichkeitssphäre der Passagiere angemessen schütze. Die Linken meinten plakativ: "Wir brauchen weder den gläsernen Bürger noch den nackten Passagier." Die Strahlenschutzkommission hält die Röntgen-Belastung der neuen Geräte zumindest für Vielflieger "für nicht vernachlässigbar" sagte der Vorsitzende der Kommission, Rolf Michel.

Verschiedene Scanner für Männer und Frauen

Wie das Innenministerium erläuterte, unterscheidet sich die zweite Generation insbesondere durch eine spezielle Software von den ersten Geräten, die als "Nacktscanner" in Verruf gekommen waren. Diese hatten die Hautpartien der Passagiere mit den intimen Körperregionen sichtbar werden lassen. Nun gebe es für Männer und Frauen jeweils unterschiedliche Körper-Scanner, die lediglich "verpixelte Oberflächen" auf den Bildschirmen erkennbar machten.

Probleme bereitet die neue Technik derzeit noch vor allem in der Verarbeitungskapazität. Im Dauereinsatz würden sich lange Schlangen vor den Scannern bilden, die ähnlich aussehen wie die derzeit verwendeten Kontroll-Schleusen. Anders als diese geben sie keinen Warnton von sich, sondern übermitteln dem Sicherheitspersonal eine Bildschirmansicht, wie sie etwa bei der Gepäck-Durchleuchtung auf den Monitoren erscheint.

Die Körper-Scanner dürften nach ersten Berechnungen rund 150.000 Euro kosten. Die Bundespolizei hofft, dass sich die EU an den Investitionskosten beteiligt. Denn an Flughäfen mit dezentralen Sicherheitskontrollen müssen bis zu hundert Zugänge mit entsprechender Technik ausgerüstet werden.

Allerdings sind auch Umbauten im Gespräch, wodurch etwa Passagiere in die USA von anderen Reisenden separiert werden können. Es soll verhindert werden, dass Fluggäste, die wegen ihres Reiseziels besonders streng kontrolliert wurden, von anderen Reisenden etwas zugesteckt bekommen können.

Polizeigewerkschaften und SPD wiesen darauf hin, dass moderne Technik allein die Sicherheit nicht gewährleisten könne. Mitentscheidend sei auch, dass genügend Personal zur Verfügung stehe und nicht etwa Zeitarbeitsfirmen mit der Kontrolle beauftragt würden. Dort bestehe, so Polizeigewerkschaftschef Rainer Wendt, die Gefahr, dass unerkannt auch Islamisten beschäftigt würden.

Quelle: RP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Die Bundesanwaltschaft hat zwei weitere mutmaßliche Unterstützer der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) ... mehr 

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Drei Wochen nach Schüssen auf Ex-Freundin

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Knapp drei Wochen nach lebensgefährlichen Schüssen auf eine 24-Jährige im niedersächsischen ... mehr 

mehr Panorama
Aus der Region

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Drei Wochen nach Schüssen auf Ex-Freundin

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Energiewende macht Elektrizität teuer

200.000 Hartz-IV-Empfänger ohne Strom

Tragischer Unfall am Bahnhof

Reisende von Wasserschlauch erschlagen

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Jugendliche verprügeln Frauen in Mönchengladbach

Polizei hofft auf Videomaterial aus Aachen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Mehr Panorama Deutschland

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Die Bundesanwaltschaft hat zwei weitere mutmaßliche Unterstützer der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) freigelassen. Die Haftbefehle gegen Carsten S. und Matthias D. seien aufgehoben worden. mehr

 

Drei Wochen nach Schüssen auf Ex-Freundin

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

 

Energiewende macht Elektrizität teuer

200.000 Hartz-IV-Empfänger ohne Strom

 

Tragischer Unfall am Bahnhof

Reisende von Wasserschlauch erschlagen

 

"Auszehrung und Flüssigkeitsmangel"

Kleinkind stirbt an Verwahrlosung

 

Gewaltverbrechen in Bottrop

Bandidos-Rocker in Waldstück erschossen

Top-Services
 
Mehr Panorama
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Bei einem heftigen Erdbeben in Norditalien sind .. mehr 
 
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Bei einem heftigen Erdbeben in Norditalien sind ..
mehr 
Süßes Elefantenmädchen spielt Fußball wie ein Profi
Süßes Elefantenmädchen spielt Fußball wie ein Profi
Wer braucht schon Robben, Beckham, Ballack und ..
mehr 
Bilder des Tages
Bilder des Tages
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Hier ..
mehr 
Groß-Razzia gegen Hells Angels in Norddeutschland
Groß-Razzia gegen Hells Angels in Norddeutschland
Mit einem Großaufgebot sind Staatsanwaltschaft ..
mehr 
Gasexplosion zerstört Haus in Bremerhaven
Gasexplosion zerstört Haus in Bremerhaven
Bei einer Gasexplosion in Bremerhaven ist ein ..
mehr 
Red Bull Flugtag: Tollkühne Piloten in fliegenden Kisten
Red Bull Flugtag: Tollkühne Piloten in fliegenden Kisten
Hobby-Piloten werfen sich am Pfingstmontag mit ..
mehr 
Deutsches Mädchen in Bosnien als Sklavin gehalten
Deutsches Mädchen in Bosnien als Sklavin gehalten
In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre ..
mehr 
Die schönsten Balkone unserer Leser
Die schönsten Balkone unserer Leser
Wir hatten unsere Leser gebeten, uns Bilder ..
mehr