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Arbeitstrecht
Ein "Negerkuss" ist kein Grund für eine Kündigung

"Negerkuss" ist kein Grund für eine fristlose Kündigung
Eine Süßigkeit mit vielen Namen. FOTO: dpa
Frankfurt/Main. In einer Kantine bestellte er bei einer aus Kamerun stammenden Frau einen "Negerkuss" - ein Reiseunternehmen durfte den langjährigen Mitarbeiter dafür aber nicht fristlos entlassen. Das entschied jetzt das Arbeitsgericht Frankfurt.

Die Schaum-Süßigkeit mit einer Waffel und einem Schokoüberzug ist auch unter dem Namen "Schokokuss" bekannt. Da der Mann aus dem mittleren Management mehr als zehn Jahre ohne Beanstandungen gearbeitet habe, sei ohne vorherige Abmahnung weder eine außerordentliche fristlose noch eine ordentliche Kündigung gerechtfertigt, befand das Gericht. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden. Über den Fall hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet.

Ein Sprecher des Reiseunternehmens Thomas Cook sagte, man werde vor weiteren Schritten die schriftliche Urteilsbegründung abwarten. Es habe sich aber um keinen einmaligen Vorfall gehandelt, sondern um eine fortgesetzte Provokation gegen die betroffene Person über einen längeren Zeitraum. Als multikulturelles Unternehmen setze sich Thomas Cook gegen jede Form der Diskriminierung ein.

(dpa)
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