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Panorama Hochwasser Kloster Sankt Marienthal 2010
  Foto: ddp, ddp
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Historisches Kloster Marienthal zerstört: Neue Regenfälle in Sachsen erwartet

zuletzt aktualisiert: 12.08.2010 - 11:00

Ostritz (ddp). Der Hochwasserschaden im Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal in Sachsen beträgt nach bisherigen Schätzungen rund 3,5 Millionen Euro. Unterdessen rückt der Katastrophenschutz aus Brandenburg ab, da es dort keine nennenswerten Schäden gebe. Doch in Sachsen wird schon der nächste Regen erwartet.

Wie ein Sprecher am Mittwoch sagte, entfallen allein 2,9 Millionen Euro auf das Gebäude des Begegnungszentrums des Klosters. Durch die Anlage in der Nähe von Zittau war in der Nacht zum Sonntag eine meterhohe Flutwelle der Neiße gerollt. Personen kamen nicht zu Schaden.

"Rund 600.000 Euro ergeben sich aus dem vollständigen Stillstand des Geschäftsbetriebes", teilte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Internationales Begegnungszentrum, Michael Schlitt, mit. "Von den Zerstörungen betroffen sind fast alle Gebäude." Noch nicht erfasst sind dem Sprecher zufolge die Schäden in der benachbarten Abtei auf dem Areal.

Nunmehr würden dringend Spenden für die Wiederaufnahme des Betriebes im Begegnungszentrum benötigt. Die Arbeitsplätze von mehr als 100 Mitarbeitern seien in Gefahr. Bereits ab Sonntag soll der Übernachtungsbetrieb wieder anlaufen, später sei ein Dankfest für Helfer geplant. Die Ursprünge des Klosters gehen auf die Jahre 1234/1235 zurück.

Wetterdienst warnt vor Dauerregen in Westsachsen

Der Deutsche Wetterdienst warnt derweil vor Dauerregen in Westsachsen. Am Donnerstag wurden über den Tag Niederschläge erwartet. Die Warnung galt zunächst bis 18 Uhr. Innerhalb von zwölf Stunden seien Regenmengen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter möglich.

In den Hochwasserregionen Ost- und Nordsachsens sollte am Donnerstag zunächst die Sonne scheinen. Laut Deutschem Wetterdienst könnten sich im Laufe des Tages Gewitter mit örtlichem Starkregen bilden.

Am Wochenende erwarten die Meteorologen erneut Niederschläge. "Wir können keine Entwarnung geben", sagte ein Meteorologe. Allerdings ließen die Prognosen noch keine genaue Vorhersage zu Regenmengen in einzelnen Regionen zu. Lokal begrenzter Starkregen sei möglich.

Katastrophenschutz rückt ab

Unterdessen hat sich die Hochwasserlage in Brandenburg weitgehend entspannt. Die beiden Katastrophenschutzstäbe im Landkreis Spree-Neiße und Cottbus haben inzwischen ihre Arbeit eingestellt. Das teilte das Innenministerium am Donnerstagmorgen in Potsdam mit. Als Grund nannte ein Sprecher die Pegelstände sowie den zügigen Abfluss des Hochwassers.

Im Gegensatz zu Sachsen, wo die Wassermassen ohne Vorwarnzeiten eingedrungen waren, sind nach seinen Angaben in Brandenburg auch keine nennenswerten Schäden entstanden.

Bereits am Mittwochabend hatte der Katastrophenschutzstab im Kreis Spree-Neiße die Arbeit eingestellt. In der Nacht zum Donnerstag folgte dann auch der in Cottbus. Dort sei auch kein Hochwasseralarm ausgelöst worden, sagt der Sprecher weiter. Zwar werde aus der Talsperre Spremberg weiter Wasser abgeleitet, die Pegelstände seien aber auch in Cottbus schon wieder leicht am Sinken.

Allerdings werde in dem Raum noch eine Einsatzreserve von 120 Mitgliedern des Technischen Hilfswerks sowie der freiwilligen und Berufsfeuerwehr vorgehalten, um etwa kleine Sickerstellen zu sichern oder Treibgut aus dem Wasser zu bergen.

Insgesamt sei die Stabilität der Deiche aber gut, sagte der Sprecher. Gleichwohl könnten sie aber noch nicht wieder freigegeben werden. Ein Problem stellten Schaulustige dar, die dort hinströmten.

An der Neiße haben den Angaben zufolge inzwischen bereits die Aufräumarbeiten begonnen, teilweise gelte dort aber noch immer die Alarmstufe 1. Dagegen seien die Pegelstände an der Spree am Morgen bereits unter diese Stufe gefallen.

Quelle: apd/born

 
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