Winterwetter hält Deutschland fest im Griff: Neue Schneefälle behindern den Verkehr
zuletzt aktualisiert: 10.02.2010 - 12:34Frankfurt/Main (RPO). Pünktlich zum Beginn der "fünften Jahreszeit" kommt neuer Schneefall nach Deutschland. Besonders stark betroffen werden die Karnevals-Hochburgen im Nordwesten und Süden sein. Neue Schneefälle haben bereits in der Nacht und am Mittwoch den Verkehr in weiten Teilen Deutschlands erheblich beeinträchtigt. Einige Streckenabschnitte auf Autobahnen mussten gesperrt werden.
Die Jecken im Rheinland müssen sich in den nächsten Tagen warm anziehen. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach sagt für die tollen Tage Dauerfrost voraus. Zudem ist mit Schneefällen zu rechnen. Auch am Rosenmontag müssen sich die Narren den Prognosen zufolge auf Minustemperaturen einstellen.
Das Karnevals-Wetter
An Altweiber-Donnerstag liegen die Temperaturen tagsüber zwischen minus fünf Grad in Ostwestfalen und minus zwei Grad am Rhein. Der Himmel ist dabei stark bewölkt bis bedeckt. Gelegentlich kann es schneien. Nacht wird es minus drei bis minus acht Grad kalt.
Mecker-Box zum Winter-Wetter
Wochenlang Schnee, Temperaturen unter der mitteleuropäischen Schmerzgrenze und kein Ende in Sicht. Reicht es Ihnen auch? Hier können Sie dem Wetter mal ordentlich die Meinung sagen.
Auch am Freitag und Samstag hält sich der Dauerfrost. Am Rhein schaffen die Temperaturen es eventuell bis zur Null-Grad-Marke. Weiterhin ist mit Schneefall zu rechnen.
Von Sonntag bis Dienstag bleibt es winterlich. Die Bewölkung lockert leicht auf, hier und da kann die Sonne hervorkommen. Die Temperaturen bleiben auf ähnlichem Niveau wie am Wochenende.
Schneefälle in Sachsen und Thüringen
Die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen sich auf tagelange Schneefälle einstellen. Der seit Mittwochmorgen in weiten Teilen fallende Neuschnee sei erst der Anfang des Tiefdruckgebiets "Queen", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts in Leipzig. Bis Freitag oder Samstag werde es in weiten Teilen der drei Länder durchgehend schneien, unterbrochen lediglich von kurzen Pausen oder leichtem Schneegrieseln. Bis Samstag wird flächendeckend mit bis zu zehn Zentimeter Neuschnee gerechnet, in den Bergen auch wesentlich mehr.
A2 bei Kamen zeitweise gesperrt
Die A 2 war zwischen Kamener Kreuz und Oelde in Richtung Hannover wegen mehrerer schwerer Unfälle zeitweilig nicht passierbar. Dabei kippte auch ein Streufahrzeug um. Der 44-jährige Fahrer wurde schwer verletzt. Die A 2 wurde gegen 11.00 Uhr wieder freigegeben. Ebenfalls gestoppt wurde der Verkehr auf der A 44 in Richtung Dortmund zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau. Hier sollte die Sperrung gegen 12.00 Uhr aufgehoben werden.
In Hamburg waren seit 2.00 Uhr 1000 Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Fußgängerüberwege abzustumpfen. Nach einem Krisengipfel am Montag hatten die Umweltbehörde und die Stadtreinigung mehrere Aktionen gegen die glatten Straßen und Gehwege gestartet. So können Hamburger bei einer Hotline nicht gestreute öffentliche Wege angeben. Ferner verteilt der Winterdienst kostenlos Split und Sand.
Unterdessen sorgt ein Appell der Hamburger Bildungsbehörde zum Einsatz von Schülern beim Räumen und Streuen von Wegen und Bushaltestellen für Protest. Wegen der "akuten Gefährdung der Nachbarschaft" würde die Behörde für solche Schülereinsätze sogar Unterrichtsausfälle tolerieren.
"Das ist unglaublich und gefährlich", sagte ver.di-Fachbereichsleiterin Sieglinde Friess. Wer Schüler ohne Spezialschuhe und ohne ausreichende Sicherheitsausrüstung zum Schneeräumen einsetze, gefährdet fahrlässig deren Gesundheit.
Jeder fünfte Flug in Paris gestrichen
Wenige Zentimeter Schnee haben in Frankreich wieder zu Verkehrsbehinderungen geführt - am Pariser Großflughafen Charles de Gaulle wurde am Mittwoch jeder fünfte Flug abgesagt. Der Luftverkehr werde wetterbedingt bis zum Abend gestört bleiben, erklärte die Luftfahrtaufsicht DGAC. Die Autobahn von Paris in Richtung Norden war gesperrt, nachdem in der Nacht zwischen ein und drei Zentimeter Schnee gefallen waren.
Vor der nordfranzösischen Stadt Lille erlahmte der Verkehr auf einer Länge von bis zu achtzig Kilometern. Mehrere Verwaltungsbezirke im Norden bis Landes wurden bis Donnerstag in Alarmbereitschaft versetzt.
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