Hochwasser in Australien: Neuer Regen verschlimmert die Lage
zuletzt aktualisiert: 06.01.2011 - 10:18Sydney (RPO). Neue starke Regenfälle haben die Wasserpegel im überschwemmten Nordosten Australiens weiter ansteigen lassen. Außer in der von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt Rockhampton im Bundesstaat Queensland, wo der Wasserstand ein wenig zurückgegangen sei, habe sich die Situation in der betroffenen Region am Donnerstag verschlimmert.
Die Meteorologen machten das Wetterereignis La Niña für die schweren Überschwemmungen verantwortlich. Das sich über dem Pazifik wegen einer sehr niedrigen Temperatur des Meerwassers entwickelnde Phänomen habe für überdurchschnittliche Regenfälle in der zweiten Jahreshälfte und auch für die extremen Bedingungen seit Weihnachten gesorgt, erklärten sie in einem Bericht.
In Rockhampton erreichte die durch den Fitzroy-Fluss rollende Flutwelle nach Angaben des Wetterdienstes ihren Scheitelpunkt bei 9,2 Metern und blieb damit unter den befürchteten 9,4 Metern.
Bürgermeister Brad Carter warnte jedoch, dass mit einem Rückgang der Überschwemmungen erst in etwa einer Woche zu rechnen sei. Zudem kündigte er an, dass die Stadtverwaltung "völlig unverantwortliche" Einwohner, die ihre überfluteten Häuser trotz Aufforderung nicht verließen, nicht weiter mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs versorgen werde.
Das Risiko für die Helfer, die mit Booten zu den abgeschnittenen Häusern fahren müssten und von Giftschlangen bedroht werden könnten, sei zu hoch, sagte Carter.
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