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Vergewaltigungen
Neues Sexualstrafrecht soll Frauen Mut machen

Das ist Heiko Maas
Das ist Heiko Maas FOTO: dpa, Hannibal Hanschke
Ettlingen. Das geplante neue Sexualstrafrecht wird nach Überzeugung von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) wichtige Schutzlücken schließen. Bisher führten nur acht Prozent aller Vergewaltigungsanzeigen zu einer Verurteilung.

Das sagte Maas bei einem Fachgespräch am Donnerstag in Ettlingen bei Karlsruhe. "Wir glauben, dass Frauen mehr Mut bekommen, das anzuzeigen."

Künftig soll zum Beispiel von Frauen nicht mehr verlangt werden, dass sie sich bei einem Übergriff wehren. Wenn sie ihn über sich ergehen lassen, weil sie sonst noch schwerere Gewalt befürchten müssen, soll das einer Verurteilung nicht mehr entgegenstehen.

Mit Blick auf die massenhaften Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln sagte Maas, die Gesetzesänderung sei davon unabhängig. "Köln ist aber genau der Fall, der durch den Gesetzentwurf abgedeckt wird." Er hoffe, dass der Gesetzentwurf in den nächsten Wochen im Kabinett beschlossen werden könne und bis Mitte des Jahres in Kraft trete, sagte Maas.

(lukra/dpa)
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