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Schnee und Glätte in Niedersachsen
In jedem dritten Kreis fällt der Unterricht aus

Zehn Tipps für die kalte Jahreszeit
Zehn Tipps für die kalte Jahreszeit FOTO: dpa, crj fdt
Hannover. Schüler jubeln über verlängerte Weihnachtsferien in Niedersachsen: In rund einem Drittel aller Kreise ist der Unterricht am Donnerstagmorgen wegen Schnee und Glätte ausgefallen. Aber zum Ende der Woche soll es wärmer werden.

Abgesagt wurde die Schule in 13 von 38 Kreisen und vier von acht kreisfreien Städten, darunter Wolfsburg, Osnabrück, Oldenburg und Aurich. An drei Schulen wurde der Unterricht abgesagt, weil dort die Heizung nach den Ferien den Dienst versagte.

Auch auf den Straßen krachte es wieder mehrfach im morgendlichen Berufsverkehr. Stark betroffen war etwa die Autobahn 7 bei Göttingen: Hier führte Blitzeis zu einer Reihe von Unfällen. Nach ersten Erkenntnissen blieb es meist bei Blechschäden, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei in Göttingen sagte.

Auch für den Fährverkehr zu den Inseln wurde für Donnerstag wieder mit Behinderungen gerechnet. Unter anderem fallen mehrere Verbindungen nach Wangerooge aus.

Ende des Winterwetters in Sicht

Nach den Schneefällen und kräftigen Minusgraden der vergangenen Tage in weiten Teilen Deutschlands erwarten Meteorologen für das bevorstehende Wochenende allerdings einen deutlichen Temperaturanstieg. Selbst im Norden und Nordosten der Republik werden ab Freitag wieder Werte über dem Gefrierpunkt erreicht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag vorhersagte. Ursache dafür ist ein Tief über den Britischen Inseln, das milde Luft aus Südeuropa und vom Atlantik nach Deutschland bringt.

"Lange hält dieses Winterwetter nicht mehr an", sagte eine Meteorologin des DWD. Auch in den nördlichen und östlichen Bundesländern werde der Schnee schmelzen - zumindest teilweise. Am Donnerstag lagen in Sargstedt in Sachsen-Anhalt und in Celle in Niedersachsen noch 18 Zentimeter Schnee. Auf dem 1455 Meter hohen Großen Arber in Niederbayern und in Balderschwang im Oberallgäu wurden 28 Zentimeter gemessen.

Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg warnte wegen der steigenden Temperaturen davor, zugefrorene Seen zu betreten. Das Eis sei noch nicht ausreichend dick, ein Betreten sei lebensgefährlich, teilte es am Donnerstag mit. Seit Tagen herrschen über dem Norden und Osten Deutschlands Frosttemperaturen, während der Süden und Westen von milder Atlantikluft profitiert.

(felt/dpa)
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