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NRW ächzt nahe 40 Grad
Ozon und feuchte Luft - die Hitze wird noch unangenehmer

Düsseldorf: Straße durch Hitze aufgeweicht
Düsseldorf: Straße durch Hitze aufgeweicht FOTO: Gerhard Berger
Essen . Die Hitze wird mit feuchter Luft am Samstag noch unangenehmer - einen Hitzerekord hält der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Nordrhein-Westfalen aber eher für unwahrscheinlich.

"Nach 40 Grad sieht es nicht aus", sagte die diensthabende Meteorologin in Essen am Freitagabend. Sie erwartet für Nordrhein-Westfalen ähnlich wie am Donnerstag Höchstwerte um 37, vereinzelt um 38 Grad. In aufgeheizten Innenstädten könnte es jedoch auch etwas mehr sein.

Da die Feuchte der Luft etwas höher sein wird als am bisher heißesten Tag des Jahres, dem Donnerstag, wird es voraussichtlich noch etwas unangenehmer. Im Laufe des Nachmittags ist mit Gewittern zu rechnen, die lokal auch mit Starkregen verbunden sein können.

Der knapp zwölf Jahre alte NRW-Hitzerekord liegt bei 40,1 Grad. Dieser Samstag soll bundesweit betrachtet der heißeste Tag des Jahres werden und könnte womöglich einen neuen Hitzerekord in Deutschland bringen. Der Rekord von 40,2 Grad - gemessen 1983 und 2003 - könnte fallen.

Angesichts der anhaltenden Wetterlage mit starker Sonneneinstrahlung erwartet das Landesumweltamt auch am Samstag wieder hohe Ozonwerte. Am Freitag wurden an vier Messstationen Werte oberhalb der roten Alarmschwelle von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Spitzenreiter war Krefeld-Linn mit 251 Mikrogramm pro Kubikmeter. Ab 240 Mikrogramm wird generell von Ausdauersport im Freien abgeraten. Auf unnötige Autofahrten sollte möglichst verzichtet werden.

In NRW steht nicht nur ein heißes Sommerwochenende an, sondern auch ein heißes Festivalwochenende: Bei "Bochum Total", das bereits am Donnerstag begonnen hat, werden bis Sonntag rund 700.000 Besucher erwartet. Die Veranstalter des "Christopher Street Day" (CSD) in Köln rechnen am selben Tag mit bis zu 900.000 Teilnehmern und Schaulustigen.

Die Festivalveranstalter und Rettungsdienste bereiten sich seit Tagen vor. Das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter stocken ihr Personal auf. Was die Veranstalter vor allem benötigen: Wasser. Allein für den CSD wurde die vierfache Menge geordert. Der Veranstalter des Kölner "Summerjam"-Festivals am Fühlinger See empfiehlt auf seiner Homepage: Sonnenhüte mitbringen, Sonnencreme und ausreichend Getränke.

(lnw)
 
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