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NSU-Prozess
Befangenheitsantrag gegen Richter abgelehnt

Chronologie: Was nach dem NSU-Desaster geschah
Chronologie: Was nach dem NSU-Desaster geschah FOTO: dpa, fpt fdt
München. Der Befangenheitsantrag gegen die Richter im Münchner NSU-Prozess ist gescheitert. Gestellt hatte den Antrag der mutmaßliche Terrorhelfer Ralf Wohlleben. 

Das Gericht gab die Nachricht am Dienstagmorgen vor Beginn der Verhandlung bekannt. Damit kann das Verfahren fortgesetzt werden. 

Der Prozess war bereits am Donnerstag fortgesetzt worden, obwohl zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung über den Befangenheitsantrag noch ausstand. Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe, der die Bundesanwaltschaft Mittäterschaft an den zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" vorwirft.

Als Zeugen waren am Dienstag zwei Polizeibeamte geladen, die Beweismittel aus den Hinterlassenschaften des NSU ausgewertet haben. Die Vernehmung eines Gutachters zu der erfundenen Nebenklägerin "Meral Keskin" war nach wenigen Minuten ohne Aussage beendet, weil keiner der Prozessbeteiligten Fragen an ihn hatte.

(dpa)
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