| 13.14 Uhr

Geistliche als Täter
Nun auch Missbrauchsfälle in Sachsen

Wie entdeckt man, ob ein Kind missbraucht wird?
Wie entdeckt man, ob ein Kind missbraucht wird? FOTO: AP
Dresden (RPO). Im Bistum Dresden-Meißen in Sachsen sind mehrere Fälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche bekanntgeworden. Erst am 26. Juni hätten sich zwei Opfer persönlich bei Bischof Joachim Reinelt gemeldet und mit ihm gesprochen, teilte eine Bistumssprecherin am Donnerstag in Dresden mit. Beide sollen als Mädchen in Heidenau von einem bereits 1971 verstorbenen Pfarrer missbraucht worden sein.

Ein weiterer Verdachtsfall im sächsischen Riesa liegt etwa 25 Jahre zurück. Die Vorwürfe richten sich gegen einen damaligen Kaplan, der aufgrund der Anschuldigungen inzwischen von seinen Aufgaben als Pfarrer in der Seelsorge entbunden worden sei. Wegen Verjährung stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein. Die kirchenrechtlichen Ermittlungen dauerten aber noch an, teilte die Sprecherin mit.

Bereits in den 70er und frühen 80er habe es zwei weitere Fälle gegeben, die allerdings nach den Richtlinien der Kirche aufgearbeitet und durch die Staatsanwaltschaft abgeschlossen worden seien. In Leipzig läuft den Angaben zufolge zudem ein arbeitsgerichtliches Verfahren gegen einen Lehrer einer katholischen Schule. Der Mann sei kein Priester. Er wurde wegen sexueller Belästigung fristlos entlassen. Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs eingestellt.

(DDP/felt)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Geistliche als Täter: Nun auch Missbrauchsfälle in Sachsen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.