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Wissenschaftliche Aufarbeitung
Odenwaldschule lässt auch neue Missbrauchsvorwürfe untersuchen

Missbrauch-Skandal an der Odenwaldschule
Missbrauch-Skandal an der Odenwaldschule FOTO: ddp
Heppenheim. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung des lange zurückliegenden sexuellen Missbrauchs an der Odenwaldschule soll auch die jüngsten Vorwürfe enthalten. Das teilte die Schule am Donnerstag mit. Ergebnisse sollen voraussichtlich 2016 vorliegen.

Zum Start der Untersuchung hätten sich am Montag Wissenschaftler, Vertreter der Schule und des Opfer-Vereins "Glasbrechen" in der Odenwaldschule getroffen. Mit der Aufarbeitung beauftragt sind das Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik der Uni Rostock und das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München.

Für die von neuen Missbrauchsvorwürfen erschütterte Odenwaldschule läuft am (heutigen) Donnerstag (12.00 Uhr) ein zweites Ultimatum innerhalb weniger Wochen ab. Das Reform-Internat im südhessischen Heppenheim hatte zugesagt, Fragen des Landkreises Bergstraße zu beantworten. Die Aufsichtsbehörde will Details wissen über einen Kinderarzt, der im Verdacht stand, sich Schülern bei Untersuchungen unangemessen genähert zu haben. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt leitet in diesem Fall kein Ermittlungsverfahren ein: Für Übergriffe hätten sich keine Anhaltspunkte ergeben.

(dpa)
 
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