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Missbrauchsskandal
Odenwaldschule weist Bericht über neue Vorwürfe zurück

Missbrauch-Skandal an der Odenwaldschule
Missbrauch-Skandal an der Odenwaldschule FOTO: ddp
Heppenheim/Darmstadt. Die Odenwaldschule hat neue Missbrauchsvorwürfe im Zusammenhang mit einem Kinderarzt zurückgewiesen. Es habe keine sexuellen Übergriffe gegeben, teilte das Heppenheimer Internat am Samstag mit.

Die Schule habe auch alle nicht meldepflichtigen Hinweise von Kindern und Jugendlichen an Aufsichtsbehörden weitergegeben. "Aus diesen Meldungen einen Vorwurf gegen den Arzt abzuleiten, ist unverantwortlich", sagte Internatsleiterin Juliana Volkmar laut der Mitteilung.

Nach Angaben des Landkreises Bergstraße könnte der Arzt Schüler in unangemessener und übertriebener Weise abgetastet haben. Die Vorwürfe, die schon zwei Jahre alt sein sollen, seien dem Kreis und dem Sozialministerium erst jetzt gemeldet worden. Über den Fall hatte es am Freitagabend erste Medienberichte gegeben.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt noch gegen einen inzwischen entlassenen Lehrer der Odenwaldschule wegen des Verdachts der Kinderpornografie. An der Schule waren vor Jahrzehnten mindestens 132 Schüler von Lehrern sexuell missbraucht worden.

(dpa)
 
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