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Nach neuen Missbrauchsvorwürfen
Odenwaldschule will Internatskonzept ändern

Missbrauch-Skandal an der Odenwaldschule
Missbrauch-Skandal an der Odenwaldschule FOTO: ddp
Heppenheim. Die von neuen Missbrauchsvorwürfen erschütterte Odenwaldschule hat eine Änderung des heftig kritisierten Internatskonzeptes angekündigt.

Zur Zeit betreuen jeweils zwei Lehrer eine Gruppe, die als "Familie" bezeichnet wird. Dieses Verhältnis wird von Kritikern als zu nah empfunden. "Wir brauchen eine Trennung von "Lehrer" und "Erzieher" sowie ein Aufgeben des Familienbegriffs", sagte die Internatsleiterin Juliana Volkmar am Dienstag. "Es kann nicht sein, dass dieselbe Person unterrichtet und auch die Gruppe betreut." Als Erzieher könnten etwa Sozialpädagogen arbeiten.

Die "Familien" lebten zwar nahe beieinander, aber in getrennten, abschließbaren Räumen und sanitären Anlagen. Dies könne zu Missverständnissen führen. Laut Volkmar gibt es fast 200 Schüler, davon knapp 140 im Internat.

Die Schule kommt damit dem Landkreis Bergstraße entgegen, der eine solche Veränderung gefordert hat. Der Schule ist bis diesen Donnerstag eine Frist gesetzt, Fragen im Zusammenhang mit einem Kinderarzt zu klären. Er soll Schüler in unangemessener und übertriebener Weise abgetastet haben. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Ermittlungsverfahren eröffnet werden muss.

 

(dpa)
 
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