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Affäre in Uni-Klinik Göttingen
Organspendeskandal: Ermittlungen gegen NRW-Firma

Was man zur Organspende wissen muss
Was man zur Organspende wissen muss FOTO: ddp
Göttingen/Braunschweig. In den Göttinger Skandal um Spenderorgane ist möglicherweise auch eine Firma aus Nordrhein-Westfalen verwickelt. Es gebe entsprechende Ermittlungen, bestätigte der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe am Freitagabend auf Anfrage.

Die Firma sei bereits vor mehreren Wochen durchsucht worden. Es handele sich um ein Unternehmen, das mindestens einen Patienten ans Göttinger Universitätsklinikum vermittelt habe. Den Namen nannte Ziehe nicht.

An der Göttinger Universitätsklinik soll ein ehemaliger Oberarzt im großen Stil Akten gefälscht und die eigenen Patienten beim Empfang von Spenderlebern bevorzugt haben. Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig ermittelt wegen Bestechlichkeit.

Der 45 Jahre alte Arzt steht im Verdacht, in mindestens 25 Fällen Daten manipuliert zu haben. Der Krankheitszustand seiner Patienten soll dabei kritischer dargestellt worden sein, um die Chancen auf Spenderorgane zu verbessern. Bei den Ermittlungen gegen die Firma aus NRW geht es darum, ob auch sie finanziell profitiert hat.

 

(lnw)
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