Katastrophenalarm: Ostbayerns Angst vor Hochwasser
zuletzt aktualisiert: 13.02.2006 - 09:23Passau/Deggendorf (rpo). Die Lage in den vom Schneechaos betroffenen Gebieten Ostbayern hat sich ein wenig entspannt. Dennoch bleibt der Katastrophenalarm bestehen. Und die Angst wächst, denn ab Mittwoch soll sich Tauwetter einstellen. Dann droht Hochwasser.
In der Nacht und am Vormittag waren erneut Hunderte Helfer im Einsatz, um Dächer von den Schneemassen zu befreien und mit schwerem Gerät Straßen zu räumen.
In den Kreisen Schwandorf und Straubing wurde der Katastrophenfall am Wochenende aufgehoben, in Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau und Regen galt er weiterhin. In den Krisenregionen wächst angesichts des ab Mittwoch angekündigten Tauwetters die Angst vor Hochwasser.
Im Kreis Deggendorf waren am Montag noch immer einzelne Anwesen von der Außenwelt abgeschnitten. Als "immer noch sehr ernst" bezeichnete ein Sprecher des Landratsamtes Regen die Lage in seinem Landkreis.
Auch am Montag seien noch "weit über 2.000 Kräfte" im Räumeinsatz. Der Katastrophenfall werde dort "nicht vor Mittwoch" aufgehoben. In den Kreisen Deggendorf, Freyung-Grafenau und Passau rechnete man damit, dass am Montagabend Entwarnung gegeben werden kann.
Die Sprecher der Landratsämter appellierten an alle Bürger, ihre Hausdächer dringend von den Schneemassen freizuräumen. Die vorhergesagten Regenfälle könnten die Schneelast gefährlich erhöhen und auch derzeit noch stabile Gebäude gefährden.
In den betroffenen Landkreisen wächst zudem die Sorge vor Überschwemmungen. Das Schmelzwasser habe wegen der gefrorenen Böden und der zugefrorenen Flüsse kaum Abflussmöglichkeiten.
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