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Aktionen in ganz Deutschland
Ostermärsche gegen Kriegsdrohungen, Bundeswehreinsätze und Atomwaffen

Ostermärsche gegen Kriegsdrohungen, Bundeswehreinsätze und Atomwaffen
Teilnehmer des Ostermarschs in Berlin. FOTO: dpa, gam cul
Berlin . Im ganzen Bundesgebiet haben sich am Samstag nach Veranstalterangaben einige tausend Menschen an den traditionellen Ostermärschen der Friedensbewegung beteiligt. Größere Aktionen gab es besonders in Nordrhein-Westfalen, wo in Duisburg der dreitägige Rhein-Ruhr-Ostermarsch begann.

Auch aus Stuttgart, Bremen und Kiel wurden Aktionen mit jeweils mehreren hundert Teilnehmern gemeldet. Die Veranstalter wiesen darauf hin, trotz vielfach schlechten Wetters seien die Teilnehmerzahlen im Vergleich zum Vorjahr ungefähr konstant geblieben.

Die Ostermarsch-Bewegung richtet sich unter dem Motto "Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg" gegen Kriegspropaganda und Kriegsdrohungen auch in Europa. Stattdessen werben die Aktivisten für Völkerverständigung und eine Welt ohne Atomwaffen. Gefordert werden zudem ein Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie ein Verzicht auf neue Waffen wie Kampfdrohnen.

"Wir wollen keine Kriege, wie wollen kein militaristisches, sondern ein soziales Europa", erklärte der Sprecher der Infostelle Ostermarsch, Willi van Ooyen. Die Organisatoren hatten zu Protestaktionen auch in Berlin, Hannover, München und zahlreichen weiteren Städten aufgerufen.

Bereits am Karfreitag hatte es Protestaktionen an der Atomanlage im nordrhein-westfälischen Gronau gegeben. In der Uranfabrik wird auch atomwaffenfähiges Material hergestellt. Weitere Proteste gab es am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz, wo US-Atomwaffen gelagert sein sollen. Dort hatten Friedensaktivisten zu einem Karfreitagsgottesdienst aufgerufen.

(AFP)
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