Nach elftägiger Odyssee: "Ozean-Vampire": Fischer trinken Hai-Blut
zuletzt aktualisiert: 27.01.2008 - 09:38Majuro (RPO). Weil sie sonst verdurstet wären, haben drei Fischer in Australien einen Hai aufgeschlitzt und dessen Blut getrunken. Die Männer waren in Seenot geraten und elf Tage über den Ozean geirrt. Ihre Vorräte reichten aber nur für einen Tag.
Ein Fischerboot aus Taiwan rettete die drei Fischer und brachte sie nach Majuro auf den Marshall-Inseln, wo die Männer von ihrer abenteuerlichen Seefahrt erzählten. Der 38-jährige Stevie Notte, der 32-jährige Gabriel Mwareow und der 25-jährige Solomon Tom waren von ihrer Heimatinsel in See gestochen und hatten sich lediglich für einen Tag Proviant eingepackt. Doch dann trieb ihr ihr Schiff aufs offene Meer hinaustrieb.
Am schlimmsten war der Wassermangel: "Wir waren so durstig, dass wir das Blut des Hais tranken", sagte Notte. Das Meerwasser konnten sie wegen des hohen Salzgehalts nicht trinken. Als es einmal regnete, hätten sie das Wasser aus dem Boot aufgeleckt.
Außer dem Hai fingen sie auch einen Thunfisch, den sie aßen. "Was mich am Leben erhielt, war der Gedanke an meine Kinder", sagte Notte. "Ich konnte doch nicht auf hoher See umkommen - und sie warten auf mich!" Am vierten Tag sahen sie ein Flugzeug, doch der Pilot wurde nicht auf sie aufmerksam.
Am elften Tag sahen sie am Horizont das Fischerboot aus Taiwan aufkreuzen. "Tom und Gabriel hielten mich hoch, so dass ich dem Boot winken konnte", erzählte Notte. Der Botschafter Taiwans in Majuro, Bruce Linghu, versprach dem geretteten Trio eine Luxus-Flugreise zurück auf ihre Heimatinsel.
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