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Fund in Berlin-Kreuzberg
Paketbombe kommt wahrscheinlich von DHL-Erpresser

Paketbombe in Belrin-Kreuzberg wahrscheinlich von DHL-Erpresser
Gebäude der Handwerkskammer Berlin. Hier fanden Mitarbeiter das verdächtige Päckchen (Archivbild vom 29.03.2018). FOTO: dpa, pdz fux
Potsdam/Berlin. Seit knapp einem halben Jahr verbreitet ein Erpresser in Brandenburg und Berlin mit explosiven Sendungen Angst und Schrecken. Nun gab es einen vierten Anschlagsversuch.

Nach dem Fund eines Päckchens mit Sprengmaterial in Berlin gehen die Ermittler von einer neuen Tat des DHL-Erpressers aus. "Mit höchster Wahrscheinlichkeit stammt das Päckchen von dem oder den Tätern, die den Paketdienstleister DHL um einen Millionenbetrag erpressen wollen", sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Dienstag. Zu diesem Schluss führten demnach die Ermittlungen von Berliner Polizeibeamten und der Brandenburger Sonderkommission "Quer" am Osterwochenende. 

Das zündfähige Sprengstoffpäckchen war am Gründonnerstag in einem Briefkasten der Handwerkskammer in Berlin-Kreuzberg entdeckt worden. Experten entschärften den kleinen Sprengsatz. "Damit ist es der vierte Fall für die Sonderkommission", sagte Herbst. Das Brandenburger Landeskriminalamt fahndet seit Monaten mit rund 50 Beamten nach dem oder den Erpressern. Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen wollte Herbst aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Anfang Dezember hatte ein verdächtiges Paket bei einem Potsdamer Apotheker in der Nähe des Weihnachtsmarkts für Aufsehen gesorgt. Es befanden sich Hunderte Nägel, ein Feuerwerkskörper und ein verschlüsselter Erpresserbrief darin. Doch bereits Anfang November war laut Polizei ein ähnliches Paket an einen Online-Händler in Frankfurt (Oder) gesendet worden. Mitte Januar wurde eine weitere explosive Sendung in einer Berliner Bank gefunden.

(oko/dpa)
 
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