Frau wird schwer verletzt: Paketbombe offenbar kein politischer Anschlag
zuletzt aktualisiert: 09.02.2011 - 16:48Rheinfelden (RPO). Im Fall der explodierten Paketbombe hat die Lörracher Kriminalpolizei eine zwölfköpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt. Da kein terroristischer oder fremdenfeindlicher Hintergrund zu erkennen sei, konzentrierten sich die Ermittlungen auf das private Umfeld der 49-Jährigen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.
Nach ersten Erkenntnissen hatte das Opfer in der Vergangenheit Beziehungsprobleme. Die 49-Jährige ist laut Polizei mittlerweile ansprechbar, aber noch nicht vernehmungsfähig.
Am Dienstag hatte die Frau ein an sie adressiertes Paket in einer Postfiliale in Rheinfelden (Landkreis Lörrach) abgeholt und es in ihrem Auto geöffnet. Dabei explodierte das Paket und verletzte die Frau schwer. Sie wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Angaben zum Aufenthaltsort wollten Polizei und Staatsanwalt bislang nicht machen, da eine weitere Gefährdung nicht ausgeschlossen werden könne.
Sprengstoffexperten untersuchten am Mittwoch das Auto der 49-Jährigen, das den Angaben zufolge bei der Explosion weitgehend zerstört worden war. Näheres zur Paketbombe konnte die Polizei nicht mitteilen, weil diese komplett zerfetzt wurde. Derzeit werde versucht, den Weg des ohne Absender versendeten Pakets zurückzuverfolgen. Noch am Dienstagabend hatte die Staatsanwaltschaft Lörrach ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen versuchten Mordes eingeleitet.
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