| 16.22 Uhr

Kritiker fordern Verbot
Pegida will am Jahrestag der Reichspogromnacht demonstrieren

Fotos: Tausende bei "Pegida"-Demo am 19. Oktober 2015
Fotos: Tausende bei "Pegida"-Demo am 19. Oktober 2015 FOTO: dpa, lus soe
Dresden. Die wöchentliche Demonstration der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung am Montag, dem 77. Jahrestag der Reichspogromnacht, in Dresden sollte nach dem Willen von Kritikern verboten werden. "Dass ausgerechnet an einem 9. November Worte voller Hass durch die Straßen Dresdens schallen sollen, ist für mich unerträglich", sagte der Vorsitzende der Linken in Sachsen, Rico Gebhardt.

Am 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen. In aufgepeitschter Stimmung wurden Bürger zum Mob. 

Im Internet wurden am Wochenende Unterschriften für eine Online- Petition gesammelt, mit der das Verbot der Pegida-Kundgebung gefordert wird. "Wir bitten die Stadt Dresden darum, dass wenigstens an diesem historisch bedeutsamen Tag die seit über 12 Monaten wöchentlich stattfindende rassistische Pegida Demonstration untersagt oder an den Stadtrand verlegt wird", heißt es in dem Aufruf.

Die Organisatoren der Petition erinnerten daran, dass gerade der Dresdner Theaterplatz, der in der NS-Zeit Adolf-Hitler-Platz hieß, dem Nazi-Regime für große Aufmärsche diente. Sie sprechen sich dagegen aus, dass "dieser geschichtsträchtige Ort erneut die Kulisse für Menschenverachtung und Rassismus" werden soll. Pegida- Kundgebungen fanden in den vergangenen Wochen regelmäßig dort statt.

Liebe Leserinnen und Leser,
Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.

(dpa)