Mehrere Feuer auf Sylt: Polizei geht von Brandstiftung aus
zuletzt aktualisiert: 18.08.2010 - 14:57Husum (RPO). Nach einer zweiten nächtlichen Feuerserie auf der norddeutschen Urlaubsinsel Sylt binnen weniger Tage geht die Polizei inzwischen von Brandstiftung aus. Es seien eine spezielle Ermittlungsgruppe gebildet und zusätzliche Ermittler vom Festland zur Unterstützung der örtlichen Kollegen entsandt worden, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion in Husum am Mittwoch. Diese werteten Spuren aus und gingen Zeugenaussagen aus der Bevölkerung nach.
In der Nacht auf Mittwoch hatte es auf Sylt erneut mehrere Feuer gegeben, die allerdings schnell gelöscht werden konnten und keine größeren Schäden anrichteten. In der Inselhauptstadt Westerland brannte nach Polizeiangaben Papier im Keller eines Krankenhauses, zudem fingen dort auch eine Gartenlaube und ein Carport Feuer.
Am frühen Montagmorgen waren unter anderem Brände in einem Hotel, einer Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte mit Übernachtungsplätzen sowie einem Alten- und Pflegeheim ausgebrochen. Zudem gingen Mülltonnen und ein Schuppen in Flammen auf. Es entstand hoher Sachschaden. Fast 400 Gäste des Hotels und der Bildungsstätte mussten vorübergehend in eine Notunterkunft gebracht werden. Vier Menschen wurden durch die Feuer oder während der Löscharbeiten verletzt.
Feuerwehr und Polizei befanden sich nach Behördenangaben seither in erhöhter Alarmbereitschaft. Deshalb hätten die Einsatzkräfte die neuerlichen Brände von der Nacht zum Mittwoch auch besonders schnell bekämpfen können, teilte die Polizei mit. Menschenleben seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen.
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