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Internationale Ermittlungen
Polizei gelingt Schlag gegen Schleusernetzwerk

Polizei gelingt Schlag gegen Schleusernetzwerk
Die Verdächtigen sollen Migranten aus Indien ins Schengen-Gebiet eingeschleust haben (Symbolbild). FOTO: dpa
Pirna. Sechs mutmaßliche Mitglieder der aus Indien stammenden Gruppierung wurden am Dienstag in Frankreich festgenommen, wie die Bundespolizeidirektion Pirna am Mittwoch mitteilte. In Deutschland sicherten Bundespolizisten bei Durchsuchungen in vier Bundesländern umfangreiches Beweismaterial. 

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Migranten aus Indien meist über Frankreich ins Schengen-Gebiet eingeschleust und dafür 7000 Euro pro Flüchtling kassiert zu haben. Bei den Schleusungen wurden laut Bundespolizei Visa benutzt, die unter falschen Angaben beschafft worden waren.

Die Dokumente wurden später von den nach Europa eingeschleusten Indern entsorgt. Nach der Weiterreise nach Deutschland beantragten die Migranten dann unter falschen Personalien hierzulande Asyl.

Nach Angaben der französischen Ermittler wurden die sechs tatverdächtigen Inder im Großraum Paris festgenommen. In Deutschland wurden laut Bundespolizei sieben Objekte durchsucht, die meisten davon in den neuen Bundesländern. Auch Europol unterstützte die Aktion.

Bei dem Hauptbeschuldigten handelt es sich demnach ebenfalls um einen aus Indien stammenden Asylbewerber. Er lebte in Deutschland und setzte sich während der Ermittlungen nach Frankreich ab.

(ate/afp)