kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Brandkatastrophe in Ludwigshafen: Polizei: Personenschutz für Feuerwehrleute

zuletzt aktualisiert: 06.02.2008 - 22:10

Ludwigshafen (RPO). Nach dem Brand in Ludwigshafen mit neun Toten spitzt sich die Situation zu: Ein türkisch-stämmiger Mann hat einen Feuerwehrmann zusammengeschlagen. Zuvor hatte er ihm offenbar Vorwürfe gemacht, die Feuerwehr habe den Brand in dem Haus zu spät gelöscht. Die Polizei will Personenschutz stellen.

Die Ermittlungsbehörden haben die Angriffe von Türken auf die Feuerwehr wegen der Brandkatastrophe von Ludwigshafen entschieden zurückgewiesen. Die Einsatzkräfte seien nicht zu spät am Brandort gewesen, betonte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Ein Vorfall löste Empörung aus. Am frühen Mittwochmorgen war es in einem Vorort von Ludwigshafen zu dem Zwischenfall gekommen. Wie die Polizei berichtet, attackierte ein 37-jähriger, in der Türkei geborener Mann in einem Lokal einen Feuerwehrmann. Zunächst habe er dem 49-Jährigen Vorhaltungen gemacht wegen des Einsatzes bei der Brandkatastrophe. Dann habe er den Feuerwehrmann geschlagen und von seinem Barhocker gestürzt. Der 49-Jährige musste zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Polizeipräsident Wolfgang Fromm sagte, die Polizei müsse inzwischen Personenschutz für die Feuerwehrleute bereitstellen: "Das dürfen wir nicht hinnehmen", sagte er. Fromm sagte weiter, die Kritik an der Feuerwehr sei tendenziös und falsch: "Es geht nicht an, dass diese Menschen beleidigt, bedroht und bespuckt werden." Hier würden "Retter zu Tätern gemacht". Dies dürfe die Öffentlichkeit nicht hinnehmen.

Das Ludwigshafener Brandopfer Kamil Kaplan hat ausdrücklich den Einsatzkräften bei der Feuerkatastrophe gedankt. Er wolle sich bedanken bei Polizei und Feuerwehr, "was die für uns gemacht haben", sagte Kaplan, der seinen kleinen Neffen während des Brandes aus dem Fenster in die Arme eines Polizisten hatte fallen lassen, am Mittwochabend vor Journalisten in Ludwigshafen. Er warnte seine "Landsleute, die hier leben, dass die aggressiv irgendwas Falsches machen".

In der Öffentlichkeit war der Vorwurf geäußert worden, die Brandbekämpfer seien zu spät am Ort des Geschehens gewesen. Der Ludwigshafener Bürgermeister Wilhelm Zeiser sagte, der erste Notruf sei bei der Leitstelle der Feuerwehr um 16.22 Uhr eingegangen. Nur zwei Minuten später seien die ersten beiden Löschzüge vor Ort gewesen, sagte Zeiser, weitere drei Minuten später seien weitere sechs Feuerwehrfahrzeuge eingetroffen, die unter anderem mit Drehleitern ausgerüstet gewesen seien. Durch den beherzten Einsatz von Polizei und Feuerwehr seien insgesamt 47 Menschen von den Fenstern und Balkonen gerettet worden.

Drei Tage nach der Brandkatastrophe haben die Ermittler mit der Spurensicherung in dem abgebrannten Gebäude begonnen. Wie Liebig berichtete, haben spezialisierte Spürhunde und Brandexperten Teile des Gebäudes unter die Lupe genommen. Bislang gebe es keinerlei Hinweise auf den Einsatz von Brandbeschleuniger.

"Wir können derzeit keinerlei Brandursache ausschließen", betonte der Oberstaatsanwalt. Die Brandermittler würden ihre Arbeit in den kommenden beiden Tagen fortsetzen. Liebig erklärte, die Angaben der beiden acht und neun Jahre alten Mädchen, die einen fremden Mann beim Zündeln in dem Gebäude gesehen haben wollen, ließen sich derzeit noch nicht bewerten. Die beiden türkischen Mädchen, die sich beim Brandausbruch in dem Gebäude aufhielten, müssten nochmals befragt werden, sagte Liebig: "Es bleibt abzuwarten, ob die Angaben der Kinder ausreichen, um ein Phantombild anzufertigen."

Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse berichtete von einer ungebrochenen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung gegenüber den Überlebenden der Katastrophe. So seien auf einem Spendenkonto der Stadt inzwischen mehr als 50.000 Euro eingegangen.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Vier Menschen verbrennen bei Flugzeugabsturz

Rheinstetten

Vier Tote bei Flugzeugabsturz

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs am Flugplatz Rheinstetten nahe Karlsruhe sind am Mittwoch ... mehr 

28-Jähriger sprang in den Rhein

Vermisster Rheinschwimmer in Köln geborgen

Ein 28 Jahre alter Mann ist bei einem Strandfest in der Nähe von Bonn in den Rhein gesprungen und ertrunken. Erst vier Tage später wurde sei ... mehr 

mehr Panorama
Aus der Region

28-Jähriger sprang in den Rhein

Vermisster Rheinschwimmer in Köln geborgen

Nach Amokalarm in Memmingen

Polizei findet 37 Waffen im Elternhaus

Sommerwetter hat ein Ende

Es wird deutlich kühler

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Mehr Panorama Deutschland

Rheinstetten

Vier Menschen verbrennen bei Flugzeugabsturz

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs am Flugplatz Rheinstetten nahe Karlsruhe sind am Mittwoch vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich dabei um den 73-jährigen Piloten aus Rheinstetten sowie einen 47-jährigen ... mehr

 

28-Jähriger sprang in den Rhein

Vermisster Rheinschwimmer in Köln geborgen

 

Nach Amokalarm in Memmingen

Polizei findet 37 Waffen im Haus des Täters

 

Sommerwetter hat ein Ende

Es wird deutlich kühler

 

Mordfall Lena in Emden

Zwei Wochen Arrest wegen Lynchaufrufs

 

Prozess in Münster geplatzt

Tödlicher Streit um Frauenarztbesuch

Top-Services
 
Mehr Panorama
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Bei einem heftigen Erdbeben in Norditalien sind .. mehr 
 
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Bei einem heftigen Erdbeben in Norditalien sind ..
mehr 
Süßes Elefantenmädchen spielt Fußball wie ein Profi
Süßes Elefantenmädchen spielt Fußball wie ein Profi
Wer braucht schon Robben, Beckham, Ballack und ..
mehr 
Bilder des Tages
Bilder des Tages
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Hier ..
mehr 
Groß-Razzia gegen Hells Angels in Norddeutschland
Groß-Razzia gegen Hells Angels in Norddeutschland
Mit einem Großaufgebot sind Staatsanwaltschaft ..
mehr 
Gasexplosion zerstört Haus in Bremerhaven
Gasexplosion zerstört Haus in Bremerhaven
Bei einer Gasexplosion in Bremerhaven ist ein ..
mehr 
Red Bull Flugtag: Tollkühne Piloten in fliegenden Kisten
Red Bull Flugtag: Tollkühne Piloten in fliegenden Kisten
Hobby-Piloten werfen sich am Pfingstmontag mit ..
mehr 
Deutsches Mädchen in Bosnien als Sklavin gehalten
Deutsches Mädchen in Bosnien als Sklavin gehalten
In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre ..
mehr 
Die schönsten Balkone unserer Leser
Die schönsten Balkone unserer Leser
Wir hatten unsere Leser gebeten, uns Bilder ..
mehr