| 15.47 Uhr

Haubitzen zu schwer und zu breit
Polizei stoppt US-Panzer-Transport durch Sachsen

Polizei Sachsen stoppt US-Panzer-Transport mit schweren Haubitzen
FOTO: Polizei Sachsen
Bautzen/Görlitz. Eine ungewöhnliche Verkehrskontrolle der Polizei Sachsen sorgt für Lob und Lacher im Netz. Die Polizisten hatten an der A4 bei Bautzen einen Panzertransport kontrolliert und hart durchgegriffen - obwohl der Auftraggeber die US-Armee war.

Eine Streife der Verkehrspolizei hatte den Schwertransport am Dienstag auf einem Rasthof an der Autobahn 4 bei Bautzen bemerkt. Das teilte die Polizei Sachsen am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite mit. Demnach sollte eine Spedition im Auftrag der US-Armee sechs Haubitzen vom Typ M 109 nach Deutschland transportieren. Doch bei der Kontrolle fiel auf: Die von der Firma genutzten Auflieger waren ungeeignet für einen solchen Transport. Die Ladung war zu breit und vor allem viel zu schwer. 

Die Polizei wog die Gespanne und stellte fest, dass alle sechs überladen waren, eines sogar um 16 Tonnen. Ferner fehlten die nötigen Transportdokumente, Ausnahmegenehmigungen sowie entsprechende Begleitfahrzeuge. Zudem hatten einige der Fernfahrer ihre Lenk- und Ruhezeiten überschritten. 

Daraufhin verbot die Polizei die Weiterfahrt des Konvois. Erst müssten geeignete Transportfahrzeuge zur Verfügung gestellt werden und alle weiteren Auflagen erfüllt sein. Auf die laut "Lausitzer Rundschau" polnische Transportfirma und die betroffenen Fernfahrer kommen Bußgelder zu.

Bei Facebook lobten viele Nutzer das harte Durchgreifen der Polizei. Andere regten sich darüber auf, dass es solche Transporte durch Deutschland gibt. Manche wiederum waren belustigt. So schrieb etwa ein Nutzer: "Es sollten ja auch die Lkw auf die Panzer geladen werden. Da hat jemand etwas vertauscht".

(oko)
 
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