Entführte Bankiersfrau: Polizei setzt die Suche fort
zuletzt aktualisiert: 16.05.2010 - 15:06Heidenheim (RPO). Trotz einer Belohnung von 50.000 Euro hat die Polizei weiter keine heiße Spur zu der entführten Bankiers-Frau Maria Bögerl aus dem baden-württembergischen Heidenheim. Es seien inzwischen 320 Hinweise eingegangen, ein konkrete Information zu ihrem Aufenthaltsort sei aber nicht darunter, sagte am Sonntag ein Polizeisprecher. Die Belohnung setzte die verzweifelte Familie aus.
"Noch immer hoffen Familie und Polizei, sie unversehrt aufzufinden", hieß es in einer Erklärung. Wie auch schon am Samstag suchten am Sonntag erneut rund 500 Polizisten aus ganz Baden-Württemberg nach der 54-jährigen Frau des Chefs der örtlichen Kreissparkasse. Dabei seien vor allem Randbereiche bereits durchforsteter Gebiete durchsucht worden, sagte der Polizeisprecher. Bei der Suche kamen erneut etwa 50 Hundestaffeln sowie Hubschrauber zum Einsatz.
Die Suche konzentrierte sich auf ein Waldstück nahe der Autobahn 7, an der der Ehemann der Entführten nach einer telefonischen Aufforderung des oder der Täter laut Polizei einen "sehr hohen Geldbetrag" deponiert hatte. Das Geld war aber nicht abgeholt worden, worauf der Mann die Beamten einschaltete.
Unterdessen untersuchten Spurentechniker den am Freitagabend gefundenen schwarzen Mercedes der Vermissten. Die Auswertung der Spuren dauerte laut Polizei an. Ein zuvor gefundenes Handy konnte eindeutig als das der Bankiersfrau identifiziert werden.
Der Ehemann und die beiden Kinder der am Mittwoch aus ihrer Wohnung entführten Maria Bögerl hatte sich bereits am Donnerstag an den oder die Entführer gewandt. "Wir appellieren in unserer Verzweiflung an Ihre Menschlichkeit. Bitte geben Sie uns unsere geliebte Mama, meine Frau wohlbehalten zurück. Sie hat Ihnen nichts getan. Wir flehen Sie an, unsere Bitte zu erfüllen", hieß es in der Botschaft, die mit Hilfe der Polizei in den Medien verbreitet wurde.
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