Kölner Amoklauf-Alarm: Polizeipanne: Entwischte Hauptverdächtiger den Ermittlern?
zuletzt aktualisiert: 20.11.2007 - 18:49Köln (RPO). Im Fall des an einer Kölner Schule geplanten Amoklaufs soll es zu einer folgenschweren Panne der Polizei gekommen sein. Der verdächtige 17-Jährige soll den Ermittlern laut eines Medienberichts am vorigen Freitag aus einer Befragung entwischt. Unmittelbar danach nahm sich der Jugendliche durch den Sprung vor eine Straßenbahn das Leben.
Das berichtet der "Kölner Express". "Er hat während des Gesprächs gesagt, er müsse mal auf die Toilette. Stattdessen ist er weggelaufen", sagte der städtische Schulpsychologe Jürgen Zimmermann-Höreth der Zeitung. Die Polizei sei derzeit dabei, diese Angaben zu überprüfen, erklärte ein Sprecher auf ddp-Anfrage. Die Kölner Polizei hatte bislang Vorwürfe zurückgewiesen, den 17-Jährigen nach dessen Vernehmung zu schnell laufen gelassen zu haben.
Der Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums im Kölner Stadtteil Weiden war am 16. November von Schulleitung und Polizei zur Rede gestellt worden, weil er Bilder des Amoklaufs in Littleton (USA) auf eine Internetseite gestellt hatte. Die Polizei war bereits in die Kritik geraten, weil der Junge die Schule anschließend alleine hatte verlassen dürfen und seine Eltern von der Polizei erst nach dem Gespräch informiert worden waren.
Während im Georg-Büchner-Gymnasium am Dienstag der Unterricht wieder begann, musste wegen einer vermeintlichen Bedrohung eine Schule in Kaarst im Rhein-Kreis Neuss geschlossen werden. Derweil erwies sich die Amokdrohung an einer berufsbildenden Schule in Syke bei Bremen als Fehlalarm. Wegen einer Bombendrohung mussten am Dienstag auch rund 350 Schüler einer berufsbildenden Schule in Göttingen vorübergehend evakuiert worden.
Im westhessischen Weilburg sorgte eine Notiz mit der Ankündigung eines Amoklaufs an einer Berufsschule mit rund 1000 Schülern für Aufregung. Schulleitung und Polizei nahmen den Hinweis nach eigener Darstellung zwar ernst, entschlossen sich aber dennoch, den Unterricht nicht ausfallen zu lassen.
Wegen einer Drohung gegen das Märkische Gymnasium im nordrhein-westfälischen Schwelm soll die Schule am Mittwoch geschlossen bleiben. Nach Angaben der Polizei hatte eine Schülerin auf einer Mädchentoilette der Schule eine an die Wand geschriebene Drohung entdeckt. Untersuchungen durch die Polizei ergaben keine Hinweise auf eine konkrete Bedrohung
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