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Hubschrauber, Hundestaffeln, Taucher
Polizei sucht Sechsjährigen bei Potsdam

Potsdam - Polizei sucht nach sechsjährigem Elias
Die Suche nach dem vermissten sechs Jahre alten Elias läuft auf Hochtouren. FOTO: dpa, pzi
Potsdam. Er spielt seelenruhig vor seiner Haustür auf dem Spielplatz. Dann ist Elias auf einmal weg. War es ein Unglücksfall oder ein Verbrechen?

Ein Spürhund schnüffelt die Gegend ab, ein Polizeihubschrauber kreist über dem Potsdamer Plattenbauviertel Schlaatz. 150 Beamte gehen von Haus zu Haus, klingeln an jeder Wohnungstür. Doch der sechsjährige Elias bleibt verschwunden. Seit Mittwochabend 18.00 Uhr fehlt jedes Lebenszeichen von dem Jungen. "Wir gehen bislang nicht von einem Verbrechen aus", betont Polizeisprecher Axel Schugardt.

"Elias war draußen auf dem Spielplatz. Von meiner Wohnung im Erdgeschoss hatte ich ihn auch immer im Blick", sagt Mutter Anni. "Und dann war er auf einmal weg. Erst habe ich allein gesucht, dann meinen Freund dazugeholt, aber wir konnten ihn nicht finden", sagt die junge Frau, die einen für die Umstände gefassten Eindruck macht.
Nach der Suche auf eigene Faust alarmierte sie die Polizei.

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Von der ersten Minute an wird die Frau von Freunden, Bekannten und Nachbarn unterstützt. "Wir sind in der Nacht gleich mit Taschenlampen raus, haben wirklich jeden stein umgedreht, sind in jeden Busch gekrochen, aber nichts", berichtet eine Freundin der Familie.

Am Donnerstagmorgen lässt sie 600 Flyer mit einem Bild vom Jungen drucken lassen und verteilen. Sofort springen der 23-Jährigen viele Helfer zur Seite, schnappen sich einige Flugblätter und verbreiten sie im ganzen Stadtteil. Eine andere Freundin gründet eine Facebook-Gruppe. Am Nachmittag sind ihr knapp 6000 Menschen beigetreten. 

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Anja Berger, eine Freundin der Mutter, koordiniert am Donnerstag einen Trupp von mehr als 30 Freiwilligen, die die Suche der Polizei unterstützen. Erst vor drei Wochen sei Elias mit seiner Mutter ein paar Blocks weiter gezogen. "Natürlich haben wir als Erstes geschaut, ob Elias vielleicht dorthin zurückgelaufen ist, aber nichts", erklärt Berger. Später teilt sie die Freiwilligen in drei Gruppen auf und schickt sie in eine Gartenkolonie, an das Flüsschen Nuthe und in ein Wäldchen.

"Ich mache mir wirklich Sorgen. Irgendwie klingt das nach dem Fall der verschwundenen Inga", befürchtet Berger. Das fünfjährige Mädchen war Anfang Mai zu Besuch in Wilhelmsdorf in Sachsen-Anhalt. Es wird vermutet, dass Inga in den Wald lief, um Holz für ein Lagerfeuer zu suchen. Von da an wurde sie nicht mehr gesehen.

"Ich kann nur hoffen, dass wir Elias bald finden", sagt die Freundin der Mutter. "Anni geht es wirklich schlecht."

(dpa)
 
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