Neue Datenpanne: Private Daten von 1700 Arbeitslosen im Internet
zuletzt aktualisiert: 06.02.2009 - 15:39Nürnberg (RPO). Die Datenskandale nehmen kein Ende: Private Daten von rund 1700 Arbeitslosen waren für mehrere Tage offen im Internet einsehbar. Die Datensätze, die auch Erkrankungen, Arzttermine oder Haftzeiten umfassten, wurden durch einen Fehler bei einem Kooperationspartner der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf dessen Internetseite zugänglich.
Dies teilte die BA am Freitag mit und reagierte damit auf einen Bericht von stern.de. Es handelt sich demnach um die Kolping Berufshilfe, die für die BA Fortbildungen für Arbeitssuchende durchführt.
Laut stern.de stammten die Daten von Empfängern von Arbeitslosengeld I und II aus der Oberpfalz. Diese wurden von der Arbeitsagentur der Kreisstadt Tirschenreuth und dem örtlichen Jobcenter zu Fortbildungen geschickt. Neben ihren Namen waren Anmerkungen wie "psychisch nur mäßig belastbar" oder Details über Erkrankungen von Angehörigen zu sehen.
Keine Konsequenzen für Kooperationspartner
Nachdem man am Donnerstagabend auf den Fehler hingewiesen worden sei, habe man sofort dafür gesorgt, dass er behoben worden sei, betonte BA-Sprecherin Anja Huth. Die Daten habe der Kooperationspartner selbst erhoben und nicht von der BA bekommen, erklärte sie. Darunter sei auch vieles, das die BA nicht so genau wissen müsse.
Für die Kooperation mit der Kolping Berufshilfe werde die Panne keine Konsequenzen haben, sagte Huth. Man habe mit der Organisation gesprochen und diese habe versichert, dass so etwas nicht mehr vorkommen werde. Die Daten seien durch einen Fehler bei der Umstellung der Homepage frei zugänglich gemacht worden. "Das ist einfach dumm gelaufen", sagte die Sprecherin. Normalerweise arbeite man mit der Organisation gut zusammen.
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