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Streit um Berichterstattung
"Rabauken-Jäger": Verleger unterstützen "Nordkurier"

Rabauken-Jäger-Streit: Verleger unterstützen Zeitung "Nordkurier"
FOTO: Screenshot Nordkurier
Neubrandenburg. Im Streit um die Berichterstattung über einen Jäger, der ein totes Reh mit dem Auto über eine Bundesstraße schleifte, hat sich der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) an die Seite des "Nordkurier" gestellt.

Der Verband reagierte am Dienstag mit Unverständnis auf ein Ermittlungsverfahren gegen den Chefredakteur und Geschäftsführer der Zeitung in Neubrandenburg, Lutz Schumacher. Vorausgegangen war ein Strafantrag eines Staatsanwalts wegen Beleidigung, ausgelöst durch einen Kommentar Schumachers in der Zeitung. Der Hauptgeschäftsführer des BDZV, Dietmar Wolff, bewertete die Reaktion als "völlig überzogen".

Schumacher hatte in einem Kommentar einen Redakteur des "Nordkurier" verteidigt, der einen Jagdfrevler als "Rabauken-Jäger" bezeichnet hatte und deshalb wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. In dem eindeutig als Meinungsbeitrag ausgewiesenen Stück hatte Schumacher wiederum unter anderem von "Rabauken in Richterroben" geschrieben und dem Staatsanwalt eine mit "Schaum vor dem Mund" gehaltene Anklage attestiert.

Sowohl der Begriff "Rabauken-Jäger" als auch der Kommentar seien "eindeutig von der Meinungsfreiheit gedeckt", erklärte Wolff. Eine Wortwahl, die dem Gericht nicht gefalle, sei deshalb noch lange nicht strafbar. "Wir müssen den Anfängen wehren", warnte Wolff.

(dpa)
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