Angriff in Frankfurt: Rabbiner auf offener Straße niedergestochen
zuletzt aktualisiert: 08.09.2007 - 17:05Frankfurt/Main (RPO). Ein Rabbiner ist in Frankfurt auf offener Straße niedergestochen und schwer verletzt worden. Der 42-Jährige ist von einem Unbekannten mit einem Messer in den Bauch gestochen worden. Der Angriff könnte laut Polizei einen politischen Hintergrund haben.
Das Mitglied der jüdischen Gemeinde musste in einer Frankfurter Klinik operiert werden, wie die Polizei mitteilte. Lebensgefahr habe aber nicht bestanden. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch verurteilte die Tat.
Die Tat ereignete sich am Freitagabend gegen 20.30 Uhr im Ortsteil Westend, wo der 42-Jährige mit zwei Bekannten zu Fuß unterwegs war. Ein von Zeugen als Südländer, möglicherweise Araber, beschriebene Täter in Begleitung zweier Frauen habe den Mann in arabisch klingenden Worten angesprochen. Der Geschädigte, der eine jüdische Kopfbedeckung trug, habe die Worte nicht verstanden. Daraufhin habe der Täter auf Deutsch eine Todesdrohung ausgesprochen und mit einem Messer einmal zugestochen. Danach flüchteten der Messerstecher und die beiden Frauen in verschiedene Richtungen.
Nach der ersten Einschätzung gehen die Ermittler von einer spontanen und zufälligen Tat aus. Anhaltspunkte für einen gezielten Anschlag hätten sich bislang nicht ergeben.
Koch sprach von einer "perfiden Tat, die wir nur mit Entsetzen und Empörung aufnehmen können und auf das Schärfste verurteilen". Zugleich äußerte der Regierungschef die Hoffnung, "dass der Rabbiner schnell und vollständig genesen möge und es gelingt, den Täter so schnell wie möglich zu fassen".
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