| 15.30 Uhr

Verdacht auf Drogenhandel
Razzia gegen Hells Angels-Mitglieder

Rocker in der Region – Chronik der Gewalt
Rocker in der Region – Chronik der Gewalt FOTO: dpa, Fredrik von Erichsen
Hamburg. Wegen des Verdachts des Rauschgifthandels sind rund 300 Polizisten in Deutschland und Österreich mit einer Razzia gegen Angehörige der Rockerszene vorgegangen. Auch in NRW gab es eine Durchsuchung.

Ziel seien diverse Wohnanschriften sowie Clubhäuser von Mitgliedern der Hells Angels gewesen, teilten die für die Ermittlungen verantwortlichen Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden in Hamburg und Kiel am Mittwoch mit. Ein Verdächtiger wurde verhaftet.

Hintergrund der Aktion vom Dienstagmorgen waren seit August 2015 laufende Ermittlungen wegen mutmaßlicher Drogengeschäfte zwischen Mitgliedern der Hells Angels und ihrem Umfeld, die sich bis ins Ausland erstreckten. Durchsucht wurden zahlreiche Wohnungen sowie zwei Clubheime, eine Bar und eine Firma.

Durchsuchung in Bad Oeynhausen

Betroffen waren die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg. Auch im westfälischen Bad Oeynhausen gab es nach Informationen unserer Redaktion eine Durchsuchung. In Österreich wurden zwei Wohnungen und ein Clubhaus durchsucht. An der Aktion waren den Ermittlern zufolge auch neun Spezialeinsatzkommandos der Polizei beteiligt.

Die Beamten verhafteten bei der Razzia auch den 51-jährigen mutmaßlichen Lieferanten einer größeren Sendung von 2,45 Kilogramm Kokain, die vor etwa einem Monat bei einem aus Österreich eingereisten Hells Angel in Baden-Württemberg sichergestellt worden war. Gegen ihn hatten die Ermittler bereits im Vorfeld einen Haftbefehl bei Gericht beantragt.

Zwei Kilogramm Haschisch beschlagnahmt

Zudem beschlagnahmten sie bei den Durchsuchungen zwei Kilogramm Haschisch sowie kleinere Mengen anderer Drogen. In Österreich stellten sie eine scharfe Schusswaffe und Munition sicher.

Rockerklubs wie die Hells Angels werden von der Polizei im In- und Ausland der Organisierten Kriminalität zugerechnet. Sie agieren demnach häufig als kriminelle und gewaltbereite Banden, die sich im Drogenschmuggel sowie im Rotlichtmilieu betätigen.

(gol/AFP)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Razzia gegen Hells-Angels-Mitglieder: Verdacht auf Drogenhandel


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.