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Drei Rechtsextreme festgenommen
Razzia in Franken mit umfangreichen Beschlagnahmungen

Razzia in Franken: Bayerische Polizei nimmt drei Rechtsextreme fest
Eines der Wohnhäuser in Bamberg, die von Spezialeinheiten durchsucht wurden. FOTO: dpa, sja sac
München. Der bayerischen Polizei ist nach Angaben von Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) ein empfindlicher Schlag gegen die rechtsextreme Szene gelungen. Bei einer Durchsuchung von zwölf Objekten in Ober- und Mittelfranken seien am Mittwoch drei Menschen festgenommen worden, teilte Herrmanns Ministerium in München mit.

Außerdem sei umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt worden, darunter eine Schusswaffe und weitere gefährliche Gegenstände. "Nach aktuellem Ermittlungsstand konnten wir eine gewalttätige Gruppierung mit rechtsextremem Hintergrund aus dem Verkehr ziehen und dingfest machen", erklärte Herrmann am Abend.

Polizeikräfte vollstreckten demnach drei Haftbefehle. Die weiteren Ermittlungen konzentrierten sich nunmehr darauf, ob bereits konkrete Aktionen geplant gewesen seien. Die Beschuldigten stünden im Verdacht, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben. Den unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bamberg ermittelnden Spezialisten der oberfränkischen Kriminalpolizei und des Bayerischen Landeskriminalamts gehe es vor allem darum, mögliche Hintermänner aufzudecken, erläuterte der Innenminister.

Bei den Razzien waren knapp 90 Polizisten im Einsatz, darunter auch Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei. "Gegen die Angehörigen der gewalttätigen Gruppierung wird bereits seit längerer Zeit intensiv ermittelt", hieß es. Nähere Einzelheiten sollten am Donnerstagnachmitttag während einer Pressekonferenz in Bamberg bekannt gegeben werden.

(AFP)
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