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Asyldebatte
Rechte Meute bepöbelt Flüchtlinge in Bischofswerda

Rechte Meute bepöbelt Flüchtlinge in Bischofswerda in Sachsen
Die Polizei musste anrücken, um die Situation zu beruhigen. FOTO: dpa, dna
Bischofswerda. Beim Bezug einer Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Bischofswerda ist es in der Nacht zu Freitag zu Behinderungen gekommen. Eine Gruppe von 50 bis 70 Rechten versperrte den Asylbewerbern den Zugang zu ihrer Unterkunft. Es kam zu Pöbeleien und Rangeleien.

Begleitet von ausländerfeindlichen Pöbeleien und Rangeleien sind Flüchtlinge in der Nacht zum Freitag in die Halle eines früheren Bekleidungsbetriebs im sächsischen Bischofswerda eingezogen. Eine Gruppe von 50 bis 70 Menschen habe sich am späten Donnerstagabend vor der Halle versammelt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz: "Die hatten großteils Bierflaschen dabei und waren alkoholisiert. Die Stimmung war sehr aggressiv."

Rund 30 von ihnen hätten versucht, den Zugang zu der Halle zu versperren. In der Nacht seien sie dann nach und nach abgezogen. Zudem erteilte die Polizei Platzverweise. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand, Festnahmen gab es nicht. In drei Fällen werde nun wegen Beleidigung von Polizisten ermittelt, in einem Fall wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Inzwischen seien drei Busse mit Flüchtlingen in Bischofswerda angekommen, ein weiterer Bus sollte im Laufe des Tages eintreffen. Die Unterkunft biete Platz für bis zu 400 Asylsuchende, teilte die Landesdirektion Sachsen mit.

Mehr Informationen zur Flüchtlingskrise finden Sie in unserem Dossier.

(dpa)
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