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Neue Verdachtsfälle
NRW-Polizei prüft weitere "Reichsbürger"-Fälle in eigenen Reihen

"Reichsbürger": Polizei in NRW prüft weitere Fälle in eigenen Reihen
"Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht an. FOTO: dpa, pse lof sja
München. Bundesweit gibt es immer mehr Verdachtsfälle von "Reichsbürgern" in Reihen der Polizei: Zurzeit laufen 15 Disziplinarverfahren. In NRW sind zu den zwei bekannten Fällen aus Düsseldorf und Dortmund noch zwei weitere Verdachtsfälle hinzugekommen.

Knapp zwei Wochen nach den tödlichen Schüssen eines selbsternannten "Reichsbürgers" auf Polizisten im bayerischen Georgensgmünd entdecken die Polizeibehörden einem Bericht zufolge immer weitere Verdachtsfälle in ihren eigenen Reihen. Die Zahl der Disziplinarverfahren gegen Polizisten, die im Verdacht stehen, der Szene der so genannten Reichsbürger nahezustehen, habe sich bundesweit in kurzer Zeit vervielfacht, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Nach einer Umfrage der Zeitung unter den Landesinnenministerien liege sie derzeit bei 15.

Disziplinarverfahren in NRW könnten sich auf vier verdoppeln

Nordrhein-Westfalen prüft demnach zwei neue Verdachtsfälle, womit sich die Zahl der entsprechenden Disziplinarverfahren dort auf vier verdoppeln könnte. Die meisten Fälle meldete Bayern, wo vor wenigen Tagen ein 26-jähriger Beamter suspendiert worden sei. Er sei bereits der sechste mutmaßliche "Reichsbürger" in der dortigen Polizei. Die gesamte Szene bestehe nach Schätzungen von Verfassungsschützern bundesweit nur aus wenigen hundert Menschen, berichtete die Zeitung weiter.

Die "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht an und glauben stattdessen an das Fortbestehen des Deutschen Reiches. Neben Bayern führt Sachsen-Anhalt derzeit vier Disziplinarverfahren gegen mutmaßliche "Reichsbürger" in der Polizei, drei von ihnen sind bereits vom Dienst suspendiert. In Berlin ist ein Polizist als "Reichsbürger" suspendiert. Die Bundespolizei führt derzeit zwei solche Disziplinarverfahren.

(mre/AFP)
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